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Neue Vorgaben zum Heizen: Unverantwortlich, teuer und klimaschädlich / Koalition beschenkt Gaslobby und verschärft Sorge um Energiekosten

ID: 2233805

(ots) -
- Fossile Heizungen werden durch Beimischungszwang zur Heizkostenfalle
- CDU/CSU setzt sich mit Kulturkampf gegen Gebäudeklimaschutz durch
- BUND Umfrage zeigt große Sorge der Menschen vor steigenden Heizkosten

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die gestern veröffentlichten Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz scharf (https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/energiewende/Eckpunkte-GEG-BUND-Bewertung-25-02-2026.pdf) (Redaktionshinweis: Kurzanalyse des BUND Link auch unter Mehr Informationen). Die Abschaffung der bisherigen Regeln zugunsten einer zwangsweisen Beimischung vermeintlich klimafreundlicher Brennstoffe ist ein unverantwortliches Geschenk an die Gaswirtschaft und ein klimapolitischer Kahlschlag zu Lasten der Verbraucher*innen. Die neuen Vorgaben bedeuten den Weiterbetrieb fossiler Heizungen zu deutlich höheren Kosten. Damit drohen vor allem Mieter*innen hohe Heizkosten. Das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor wird unmöglich gemacht.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, erklärt:"Die Union setzt sich mit ihrem Kulturkampf gegen Gebäudeklimaschutz durch. Die Pläne sind ein teures Geschenk an die Gaslobby und eine schlechte Nachricht für Verbraucher*innen und das Klima. Dieser klimapolitischen Kahlschlag im Gebäudesektor lässt die Klimaziele in noch weitere Ferne rücken. Mit dem weiteren Einbau von klimaschädlichen Gas- und Ölheizungen lässt die Bundesregierung Menschen ungeschützt in die Heizkostenfalle laufen. Der Beimischungszwang ist ein klimapolitisches Feigenblatt, das die Heizkosten vor allem für Mietende und Menschen mit geringem Einkommen enorm in die Höhe treiben wird."

Absage an Klimaschutz

Mit den vorgestellten Eckpunkten erfüllt die Bundesregierung die Wunschliste der Gaswirtschaft, die sich für eine Grüngasquote stark gemacht hatte. Anstatt mindestens den bestehenden gesetzlichen Rahmen zu erhalten und ihr anstehendes Klimaschutzprogramm für mehr Maßnahmen zu nutzen, setzt sie jetzt weiter auf fossile Heizungen. Durch die Abschaffung der 65 Prozent- Erneuerbaren-Regel können künftig klimaschädliche Öl- und Gasheizungen ungebremst weiter eingebaut werden.





Bandt:"Der Beimischungszwang von Biomethan, Wasserstoff und anderen angeblich klimafreundlichen Brennstoffen ist sozial und klimapolitisch unverantwortlich. Diese Brennstoffe sind im Vergleich zu erneuerbaren Heizarten wie der Wärmepumpe hochgradig ineffizient, teuer und werden nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen."

BUND-Umfrage: Sorge vor steigenden Heizkosten

Wie groß die Sorge von Verbraucher*innen vor Kostenexplosionen beim Heizen ist, zeigt eine repräsentative Umfrage (https://app.civey.com/dashboards/02-2026-naturschutz-heizen-24419?tab=general) des BUND. 69 Prozent der Menschen in Deutschland fürchten schon unter den aktuellen Bedingungen Mehrausgaben für das Heizen. Im Osten sorgen sich 79 Prozent, im Westen 66 Prozent. Mit dem Abschaffen des bisherigen gesetzlichen Rahmens zum Heizungstausch, könnten diese Sorgen Realität werden. Wer weiter mit Gas und Öl heizt, wird teure Brennstoffe bezahlen müssen und von stark steigendenNetzentgelten und CO2-Preisen betroffen sein.

Bandt:"Insbesondere Mieter*innen, die nicht selbstüber ihre Heizung entscheiden können, sind ohne weitere Maßnahmen Preissteigerungen künftig schutzlos ausgeliefert. Doch auch Eigentümer*innen laufen Gefahr, mit den neuen Regeln in finanziell unsicheres Fahrwasser zu geraten. Wie die Förderung zukünftig aussehen soll, lässtdie Bundesregierung offen. Dabei wird sie entscheidend dafür sein, ob sich auch Menschen mit wenig Einkommen den Umstieg auf erneuerbare Heizungen leisten können."

Mehr Informationen:


- BUND Kurzanalyse: Klimaschädlich und teuer. Kurzanalyse der Eckpunkte zum"Gebäudemodernisierungsgesetz"(https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/energiewende/Eckpunkte-GEG-BUND-Bewertung-25-02-2026.pdf)
- BUND Umfrage (https://app.civey.com/dashboards/02-2026-naturschutz-heizen-24419?tab=general) zu den Sorgen der Menschen vor steigenden Heizkosten
- Umweltverbände Papier Grüngasquote: Kostenfalle Grüngasquote im Wärmebereich | Deutscher Naturschutzring (https://www.dnr.de/publikationen/kostenfalle-gruengasquote-im-waermebereich)
- BUND zur Energiewende (https://www.bund.net/energiewende/)
- BUND zu effizienten Gebäuden (https://www.bund.net/energiewende/energie-sparen/effiziente-gebaeude/)
- Kontakt: Julius Neu, BUND Experte für Energie- und Klimapolitik, Tel.:+ 49 30 275 86105, E-Mail: julius.neu(at)bund.net; Irmela Colaço, Leiterin Wohn- und Gebäudepolitik, Mobil: +49 177 4254487, E-Mail: irmela.colaco(at)bund.net
- Sie finden den BUND-Bundesverband auch auf Bluesky (https://bsky.app/profile/bund.net), Instagram (https://www.instagram.com/bund_bundesverband/) und Facebook (https://www.facebook.com/bund.bundesverband)

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Tel. 030-27586-109 | -531 | -497 | -425
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Datum: 25.02.2026 - 12:55 Uhr
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