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DBU bleibt verlässliches Sprungbrett für grüne Startups / Report des Borderstep Instituts - Großes Klimaschutzpotenzial

ID: 2233598

(ots) - Auf den Schutz von Umwelt und Ressourcen orientierte neu gegründete Firmen, die sogenannten Green Startups, bergen enormes Klimaschutzpotenzial, etwa durch Materialkreisläufe und den Verzicht auf klimaschädliche Rohstoffe. Im Vergleich zu konventionellen Alternativen verursachen Lösungen grüner Startups beim Produktlebensweg über 70 Prozentgeringere Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase (THG). Das ist eine Erkenntnis des heute (Mittwoch) vom Borderstep Institut (https://www.borderstep.de/) publizierten Green Startup Reports (GSR), dessen Vorläufer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert worden ist. Die DBU vermeldet einen Rekord: 208 Förderanträge von Startups 2025 bedeuten ein Allzeithoch und mehr als eine Verdopplung seit Beginn der DBU-Startup-Förderung 2019. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde:"Wir bleiben ein verlässliches Sprungbrett für Startups, die als Pioniere mit ihren innovativen Ideen unverzichtbar für mehr Klima- und Umweltschutz und damit auch eine zukunftsfähige Wirtschaft sind."

"Innovationsmomentum für mehr Umweltschutz"

Die absolute Zahl grüner Startups in Deutschland stieg laut GSR auf rund 4700. Der Anteil grüner Startups an Neugründungen insgesamt ist von 20 Prozent im Jahr 2023 auf 13 Prozent im vorigen Jahr gesunken. Bonde bleibt dennoch optimistisch:"Eine naturverträgliche und nachhaltige Ökonomie muss Standard werden. Startups leisten dazu einen sehr relevanten Beitrag."Und weiter:"Die meistens jungen Gründerinnen und Gründer beweisen immer wieder aufs Neue kreatives Innovationsmomentum für mehr Umweltschutz und wie stark ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg verbunden werden kann."Der in der DBU zuständige Referent Fabian Vorländer spricht von einer"attraktiven Startup-Förderung (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/)"der Stiftung in Höhe von 125.000 Euro ohne Eigenanteil, für die Dauer von zwei Jahren und mit der Option einer anschließenden Projektförderung. Hinzu komme die fachliche Betreuung. Er gehe davon aus,"dass die DBU als Förderin von Startups künftig sehr gefragt bleibt, weil andere Finanzierungsquellen für Nachhaltigkeit derzeit zunehmend versiegen".





Gründung grüner Startups im Wettbewerb mit neuen Leitthemen wie Sicherheit und KI

Laut Green Startup Report sind grüne Startups"innovative und wachstumsorientierte junge Unternehmen, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen zu denökologischen Zielen einer Green Economy beitragen"- also zu einer Wirtschaftsweise, die sich nebenökonomischer Profitabilität auch an ökologischer Nachhaltigkeit sowie sozialer Gerechtigkeit orientiert. Der GSR 2026 identifiziert drei Gründe, warum bundesweit zwar die Gesamtzahl grüner Startups auf etwa 4700 gewachsen ist - zugleich aber der Anteil an den Neugründungen schwindet: sinkende Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit wegen der Dominanz neuer Leitthemen wie Souveränität, Sicherheit und Künstlicher Intelligenz (https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Technologien_sicher_gestalten/Kuenstliche-Intelligenz/kuenstliche-intelligenz_node.html) (KI), sinkende Investitionsbereitschaft für nachhaltige Lösungen sowie fehlende Planungssicherheit wegen politischer Volatilität. DBU-Generalsekretär Bonde:"Trotz dieser Herausforderungen hält die DBU mit ihrer Startup-Förderung Kurs und wird in wenigen Wochen das 100. Startup in die Förderung aufnehmen. Das Klimaschutzpotenzial neu gegründeter grüner Firmen ist erheblich."

Erheblicher Beitrag grüner Startups zum Erreichen der Klimaneutralität

Das bestätigt der aktuelle GSR, der durch grüne Startups eine Einsparung von bis zu hunderttausenden Tonnen klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) konstatiert. Und weiter:"Im Durchschnitt reduzieren grüne Startups die wesentlichen Treibhausgasemissionen im Vergleich zu marktüblichen Produkten und Technologien um mehr als 70 Prozent."Damit, so Bonde, tragen die grünen Startups"aktiv zum Erreichen von Klimaneutralität (https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20190926STO62270/was-versteht-man-unter-klimaneutralitat)"bei - also zum Ziel, nicht mehr Treibhausgase auszustoßen als wieder gebunden werden können. Die EU will das bis 2050 erreichen, Deutschland bis 2045.

Hoher Frauenanteil in den Geschäftsführungen grüner Startups

Zu den markanten GSR-Erkenntnissen zählt der hohe Frauenanteil in den Geschäftsführungen grüner Startups - 2025 lag die Quote bei 22 Prozent. Nicht-grüne Startups weisen einen Wert von 16 Prozent auf. Ebenfalls bemerkenswert laut GSR: 35 Prozent aller grünen Startups mit einem Investment halten mindestens ein Patent- weit über dem europäischen Durchschnitt mit einem Wert von 14 Prozent bei Patentanmeldungen. Dem GSR zufolge schlagen Patentaktivitäten grüner Startups besonders im Bereich erneuerbarer Energien zu Buche - ein Trumpf für die angestrebte Energiewende. Vor allem Entwicklungen von Batterietechnik sowie von Technologien zur Erzeugung und Verteilung von Strom und Wärme setzen Marksteine. Was junge Gründerinnen und Gründer von Green Startups beflügeln dürfte: Grüne Neugründungen kommen laut GSR schneller zu erstem Kapital - oftmals entscheidender Faktor, ob einStartup den Sprung in den Markt schafft und mit Nachhaltigkeit zu wirtschaftlichem Erfolg gelangt. Im Report heißt es:"Nach mehr als 30 Monaten hat mehr als jedes dritte grüne Startup eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei nicht-grünen Startups nur etwa jedes vierte."

Startup-Leuchttürme im DBU-Portfolio: Revoltech, Flexality und etalytics

Derartige Startup-Leuchttürme tummeln sich auch unter den von der DBU geförderten bald 100 grünen Neugründungen. Seit 2019 hat eine der größten Umweltstiftungen Europas die jungen Gründerinnen und Gründer mit insgesamt nahezu 12,5 Millionen Euro gefördert. Darunter befindet sich das DarmstädterStartup Revoltech und dessen klimaschonende Produktion von Lederalternativen. Das gleichfalls seitens der DBU unterstützte Bremer Startup Flexality punktet mit einer selbst entwickelten KI-basierten Software, unter anderem zur Nutzung von Kühllagern als Speicher für die Energiewende. Bester Beleg für den GSR-Befund ist das als Ausgründung der TU Darmstadt entstandene und von der DBU anfangs geförderte Deep-Tech-Unternehmen etalytics, das mit der Weiterentwicklung einer eigenen KI-Plattform in Echtzeit den Energieverbrauch etwa in Rechenzentren, Chemieanlagen und der Automobilproduktion optimiert und so Emissionen reduziert. Die Firma sammelte zuletzt 16 Millionen Euro in der sogenannten Series-A-Finanzierungsrunde ein - angeführt von M12, dem Venture-Fonds von Microsoft.

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Klaus Jongebloed
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