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Human-in-the-loop ist tot, lang lebe Human-in-the-loop

ID: 2233385

Von Alex Rumble, AI Embassador und CMO bei HTEC


(IINews) - 24. Februar 2026– Die Tech-Branche ist einiges gewohnt, wenn es um die Geschwindigkeit von Entwicklungen, Trends und Hypes geht. Die aufkommende Debatte um den Human-in-the-loop-Ansatz (HITL) könnte ein weiteres Beispiel dafür sein, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung allerdings als entscheidendes Thema, dass die operative Realität von morgen adressiert. Worum geht es dabei genau?

Während viele Unternehmen noch ihre ersten KI-Initiativen aus der Pilotphase in die Produktion überführen und dabei wie selbstverständlich auf einen HITL-Ansatz vertrauen, werden bereits erste Stimmen laut, die eine Abkehr von diesem traditionellen Modell hin zu Agent-in-the-Loop (AITL) fordern. Die Argumentation, autonome Agenten, übergreifende KI-Orchestrierung und Modelle mit Kontextbewusstsein hätten die IT-Landschaft stark verändert, ist dabei durchaus ein valider Punkt. Und doch greift die Debatte zu kurz, denn das eigentliche Problem ist nicht, dass KI-Systeme immerautonomer werden, sondern, dass wir an einem Kontrollmodell festhalten, das nie wirklich skalierbar war.

Human-in-the-Loop ist und war nie ein rein ethisches Ideal, sondern ein pragmatischesÜbergangskonstrukt. Es soll die Automatisierung akzeptabel machen, indem Menschen als operative Sicherheitsnetze fungieren: Output prüfen, Entscheidungen absegnen, im Zweifel eingreifen. Solange KI punktuell und in überschaubaren Szenarien eingesetzt wurde, funktionierte dieses Modell. In hochautomatisierten, verteilten Systemen beginnt es jedoch zu kollabieren. Denn, auch das gehört zur Wahrheit, mehr menschliche Eingriffe führen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen. In komplexen Umgebungen erzeugen sie Verzögerungen, Inkonsistenzen und vor allem eine trügerischeSicherheit. Jeder geprüfte Output vermittelt Verantwortung, doch bei Millionen Entscheidungen pro Tag wird manuelle Kontrolle schnell zur Illusion.

Ist HITL damit obsolet? Nein. Aber seine Definition muss sich grundlegend verändern. Der Mensch muss und kann langfristig nicht jede einzelne Entscheidung überwachen. Vielmehr muss er definieren, in welchen Kontexten Autonomie zulässig ist, welches Risiko akzeptiert wird und wo Verantwortungen verankert sind. Ob Menschen in Prozesse eingebunden bleiben, ist daher weniger eine Frage der technischen Reife von KI-Systemen als des Risikoprofils der jeweiligen Aufgabe. Da wären etwa risikoärmere, aber volumenstarke Szenarien wie die Prozessoptimierung, bei denen der Mensch nicht jeden Schritt überwachen muss – was die eigentlich angestrebte Automatisierung auch ad absurdum führen würde. Beerdigen lässt sich HITL aber auch aus ganz praktischen Gründen nicht per se, denn in sensiblen, hochregulierten Bereichen wie Automotive, MedTech oder dem Energiesektor ist und bleibt der Ansatz mit gutem Recht eine gesetzlich verbriefte Komponente für den Einsatz von KI.





Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob Human-in-the-Loop abgeschafft werden sollte, sondern wie Kontrolle und Verantwortung neu gedacht werden kann. Im Kern der Diskussion geht es nämlich darum, Vertrauen in verlässliche KI-Entscheidungen zu entwickeln. Permanente menschliche Eingriffe bei jedem einzelnen Schritt sind in wachsenden Systemen mit zunehmender Komplexität keine zukunftsfähige Antwort. Vertrauen entsteht durch Systeme, die von Grund auf, also by Design,erklärbar, auditierbar und mit klaren Verantwortlichkeiten gestaltet sind – nicht durch Menschen, die jeden Output abnicken. Eng damit verbunden ist die Prämisse, dass autonomere Systeme den Menschen nicht ersetzen dürfen. Sie ändern lediglich seine Rolle und verschieben Verantwortlichkeiten mehr auf die Seite der Architektur und der strategischen Entscheidungen. Ein traditioneller HITL-Ansatz wird damit zukünftig zu einer Kontrollillusionen und einem bequemen Alibi. Eine Weiterentwicklung zu AITL mit dem Menschen als übergeordneter Dirigent ist hingegen die logische Konsequenz.


Dieser Kommentar und das Bild in höherer Auflösung können unter www.pr-com.de/companies/htec abgerufen werden.

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HTEC (https://htec.com/) unterstützt Unternehmen weltweit mit Design- und Engineering-Services bei der Entwicklung von technisch anspruchsvollen Hardware- und Software-Lösungen. Dabei sind die Entwickler und Ingenieure von HTEC fest in die Teams der Unternehmen integriert und liefern Ende-zu-Ende-Services–von der Beratung und Strategieentwicklungüber die Konzeption und Umsetzung von Lösungen bis hin zu deren langfristigen Pflege. HTEC verfolgt einen„AI First“-Ansatz, der Abläufe optimiert und beschleunigt und Unternehmen hilft, das enorme Potenzial von KI zu erschließen. Die besondere Stärke von HTEC liegt in der Konzeption und Entwicklung von Embedded-Lösungen, die individuell entwickelte Software-Funktionen auf optimal angepasster Hardware bereitstellen. Solche Lösungen sind beispielsweise medizinische Geräte, die Vitalfunktionen und Umweltbedingungenüberwachen, und Systeme für autonome Fahrzeuge.

Zu den Kunden von HTEC zählen Start-ups und globale Konzerne aus Branchen wie Telekommunikation, Financial Services, MedTech, Automotive, Halbleiter sowie Enterprise Software and Platforms. HTEC hilft ihnen, komplexe geschäftliche und technologische Herausforderungen zu bewältigen, Risiken in der Produktentwicklung zu minimieren und Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. HTEC beschäftigt etwa 2.500 Mitarbeiter und betreibt weltweit mehr als 20 Kompetenzzentren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Palo Alto sowie Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland, Spanien und auf dem Balkan.



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Bereitgestellt von Benutzer: PR-COM
Datum: 24.02.2026 - 11:22 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Melissa Gemmrich
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Kategorie:

Internet


Meldungsart: Unternehmensinfos
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 24.02.2026

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