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Cholera auf dem Vormarsch: Deutsches Nothilfeteam unterstützt nach Flutkatastrophe in Mosambik / Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland und Apotheker ohne Grenzen starten gemeinsamen Einsatz

ID: 2232221

(ots) - Mosambik erlebt seit Ende Dezember 2025 eine der schwerstenÜberschwemmungskatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Wochenlange extreme Regenfälle haben ganze Landstriche überflutet und mehr als 700.000 Menschen in eine dramatische Notlage gebracht. Sauberes Trinkwasser ist knapp - das Risiko für Cholera und andere Infektionskrankheiten steigt täglich.

In Abstimmung mit Mosambiks Regierung und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB) und Apotheker ohne Grenzen e.V. (AoG) einen gemeinsamen Nothilfe-Einsatz gestartet. Beide Organisationen bündeln ihre medizinischen, logistischen und pharmazeutischen Kompetenzen, um die Hilfe schnell und wirksam umzusetzen.

FAST-Teams intensiv ausgebildet und trainiert

Ein erstes Schnelleinsatzteam (FAST) ist am Montag, den 16. Februar 2026, vom Flughafen Frankfurt in die Provinz Tete im Westen Mosambiks aufgebrochen, um die lokalen Gesundheitsstrukturen zu entlasten. Ein zweites ehrenamtliches FAST-Team folgt am Freitag, den 20. Februar 2026. Ziel des Einsatzes ist die Eindämmung des Cholera-Geschehens durch Aufbau und Ausstattung von Rehydrierungsstellen und durch präventive Maßnahmen, um das Infektionsrisiko zu senken.

Edith Wallmeier, ASB-Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung, sagt:"Die Zahl der Cholera-Fälle in Tete steigt aktuell stark an. Die Spitze des Infektionsgeschehen wird in unserem Einsatzgebiet für Mitte März erwartet. Daher ist es jetzt wichtig, die weitere Ausbreitung mit gezielten Präventionsmaßnahmen einzudämmen und die örtlichen Strukturen bei der Behandlung derPatient:innen zu unterstützen. Genau für solche Situationen sind die FAST-Teams intensiv ausgebildet und trainiert: um gemeinsam mit den lokalen Partnern dazu beizutragen, Erkrankungen zu verhindern und Leben zu schützen."

Cholera-Ausbrüche verhindern, Gesundheitspersonal schützen

Teil der beiden Einsatzteams sind ehrenamtliche Einsatzkräfte von Apotheker ohne Grenzen, die dabei insbesondere ihre pharmazeutische Fachkompetenz in den Bereichen Arzneimittelversorgung, Bedarfsermittlung, sachgerechte Lagerung von Medikamenten und Schulung von Gesundheitspersonal ein.





"Gerade nachÜberschwemmungen ist schnelle, gezielte Unterstützung entscheidend, um Cholera-Ausbrüche zu verhindern und Gesundheitspersonal zu schützen", sagt AoG-Vorstandsmitglied Petra Isenhuth, die den gesamten Einsatz als Apothekerin von Beginn an begleitet.

Neben dem Aufbau von zwei Stationen zur Behandlung von Patient:innen mit akutem Flüssigkeitsverlust (Oral Rehydration Point) werden Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle (Infection Prevention&Control, IPC) wissenschaftlich begleitet, Schutzmaterial bereitgestellt und Schulungen für lokales Gesundheitspersonal durchgeführt. Darüber hinaus wird der Bedarf an dringend benötigten Medikamenten erfasst und - wo notwendig und möglich - qualitativ hochwertige Arzneimittel bereitgestellt.

Einsatz durch ehrenamtliches Engagement getragen

Als weitere Sofortmaßnahmen plant der ASB in enger Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner, der nationalen NGO WatSan Mozambique, die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser durch den Einsatz des mobilen Wasserfiltersystems Skyhydrant. Gemeinsam mit der NGO ASADEC, einer weiteren Partnerorganisation des Arbeiter-Samariter-Bundes in Mosambik, werden zudem Hilfsgüter wie Moskitonetze aber auch Lebensmittel an die betroffene Bevölkerung verteilt.

Der gemeinsame Einsatz wird maßgeblich durch das ehrenamtliche Engagement von Einsatzkräften des ASB und von AoG getragen. Ärzt:innen, Apotheker:innen und Fachkräfte bringen ihre Expertise freiwillig und unentgeltlich ein, um die betroffenen Menschen in Mosambik schnell und wirksam zu unterstützen. Unterstütztwird der Einsatz vom Robert-Koch-Institut (RKI): Dr. med. Daniel Peter, Oberarzt für Krankenhaushygiene an den Kliniken Köln und Mitglied des RKI EMT National Focal Point Teams, begleitet den Einsatz mit seiner fachlichen Kompetenz im Bereich Infektionsprävention und -kontrolle.

Interviewangebot

Wir berichten aus erster Handüber:

- die Lage vor Ort

- fachliche Einschätzung zum Cholera-Infektionsgeschehen

- Herausforderungen in der Katastrophenhilfe

- Einblicke in den ehrenamtlichen Einsatz in der internationalen Nothilfe

Interviews sind Anfrage telefonisch oder per Video-Schalte möglich, u.a. mit FAST-Einsatzleiter Axel Schmidt und AoG-Einsatzkraft Petra Isenhuth vor Ort in Mosambik.

Über den ASB

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) ist eine politisch und konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Der ASB engagiert sich seit mehr als 135 Jahren für Menschen in Not - in Deutschland und weltweit. Zu den Aufgaben des ASB gehören unter anderem Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz, Pflege, Soziale Dienste sowie humanitäre Hilfe im Ausland. Dieehrenamtlichen First Assistance Samaritan Teams (FAST) sind ein Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe und leisten in internationalen Notsituationen Hilfe.

Über Apotheker ohne Grenzen

Apotheker ohne Grenzen e.V. setzt sich als international tätige Hilfsorganisation für eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsstrukturen von Menschen in Not ein: Apotheker ohne Grenzen leistet schnelle, flexible und wirkungsvolle pharmazeutische Nothilfe nach Katastrophen und unterstützt in weltweiten, langfristigen Projekten lokale sowie internationale Partnerorganisationen mit der Beschaffung lebenswichtiger Medikamente und pharmazeutischer Fachkompetenz. Die Organisation wird maßgeblich von ehrenamtlich Engagierten getragen.

Weitere Informationen zur Nothilfe in Mosambik sowie aktuelle Updates von Apotheker ohne Grenzen finden Sie unter:

https://www.apotheker-ohne-grenzen.de/unsere-arbeit/nothilfe/nothilfe-mosambik/

Pressekontakt:

Christiane Walde
Fachbereich Kommunikation und Public Affairs
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Telefon: 030/2325786-125
Mobil: 0172 182 209 8
E-Mail: c.walde(at)asb.de


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