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Nicht ohne meinen Anwalt

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(ots) - Wann brauchen die Deutschen juristischen Beistand? Die R+V-Rechtsschutzversicherung hat die fünf häufigsten Gründe für Rechtsstreit im Jahr 2025 ermittelt. Mit Abstand auf Platz eins rangieren Auseinandersetzungen um das Vertragsrecht.

"Zu den Klassikern bei vertraglichen Streitigkeiten zählen verschwiegene Mängel bei einem Gebrauchtwagenverkauf, überzogene Stromrechnungen oder zu lange Kündigungsfristen im Fitnessstudio", berichtet Miriam Weidner, Juristin bei der R+V Versicherung. Um solche Vertragsrechtsfälle ging es in jeder vierten Auseinandersetzung, bei denen Privatpersonen mit einer R+V-Rechtsschutzversicherung einen Anwalt in Anspruch genommen haben. Ein noch relativ neues Phänomen im Vertragsrecht sind Auseinandersetzungen um Coachingverträge."Mal erbringt der Coach nicht die versprochene Leistung, mal erstellt er viel zu hohe Rechnungen", weiß die Juristin.

Tätlicher Angriff nach einem Autounfall

Auf Platz zwei folgen mit 18 Prozent die Schadenersatzfälle."Am häufigsten entbrennt der Zwist nach Verkehrsunfällen - beispielsweise um die Höhe der Unfallkosten", berichtet Weidner."Es kommt aber auch vor, dass jemand nach einem Unfall beleidigt oder sogar angegriffen wird und vom Täter Schmerzensgeld fordert."Eher selten und ungewöhnlich sind Auseinandersetzungen wegen defekter Produkte: In einem Fall ist Bauschaum im Kofferraum explodiert und hat das Auto stark beschädigt - an den Hersteller des Bauschaums ging eine Schadenersatzforderung.

Arbeitsrecht ist der dritthäufigste Grund für Rechtsstreit (15 Prozent)."Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist drastisch gestiegen und das wirkt sich auf viele Arbeitsverhältnisse aus. Außerdem macht sich die digitale Transformation bemerkbar", sagt Weidner. Die juristischen Auseinandersetzungen befassen sich klassischerweise mit Kündigungen, unbefriedigenden Arbeitszeugnissen oder der drohenden Versetzung in eine andere Stadt.

Bei Ordnungswidrigkeiten - mit zwölf Prozent auf Platz vier - geht es meistens um den Straßenverkehr. Typische Fälle für die Anwälte sind Geschwindigkeitsübertretungen, Vorfahrtverstöße aber auch polizeiliche Ermittlungen nach einem schweren Verkehrsunfall.





Nebenkosten und Mieterhöhungen landen regelmäßig beim Anwalt

Den fünfhäufigsten Grund für Rechtsstreit liefern Immobilien (elf Prozent)."Spitzenreiter sind hier die Nebenkostenabrechnungen. Aber auch Mieterhöhungen landen regelmäßig bei unseren Anwälten", erzählt die R+V-Expertin. Oft entsteht auch Streit um Mängel in der Mietwohnung, etwa wenn der Vermieter nichts gegen Schimmel an den Wänden unternimmt.

Die R+V-Juristin weist noch auf einen weiteren Trend hin: Immer mehr Menschen lassen sich in juristischen Fragen von künstlicher Intelligenz beraten und Briefe formulieren."Häufig liegt die KI aber knapp daneben, berät falsch oder erfindet Urteile", erklärt Weidner."Das ist besonders fatal, weil die Ausführungen für den Laien juristisch geschliffen klingen. Die fachlichen Fehler erkennt in der Regel nur ein Anwalt oder am Ende der Richter."

Pressekontakt:

Gesa Fritz
Konzern-Kommunikation
Raiffeisenplatz 1
65189 Wiesbaden
Tel.: 0611 533-52284
E-Mail: gesa.fritz(at)ruv.de


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Datum: 18.02.2026 - 10:45 Uhr
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