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Inflationsrate im Januar 2026 bei +2,1 % / Vor allem steigende Nahrungsmittelpreise lassen die Inflationsrate anziehen

ID: 2231748

(ots) - Verbraucherpreisindex, Januar 2026:

+2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

+0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Januar 2026:

+2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

-0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im Januar 2026 bei +2,1 %. Im Dezember 2025 hatte sie +1,8 % betragen und zuvor im November und Oktober 2025 jeweils +2,3 %."Die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt hat sich zum Jahresanfang verstärkt", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis)."Vor allem verteuerten sich Nahrungsmittel im Januar stärker als in den vorangegangenen Monaten. Von September bis Dezember 2025 hatte der jeweilige Preisanstieg bei Nahrungsmitteln noch unterhalb der Gesamtteuerung gelegen. Darüber hinaus wirkt sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen auch im Januar erhöhend auf die Inflationsrate aus."Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 stiegen die Verbraucherpreise im Januar 2026 um 0,1 %.

Energieprodukte verbilligten sich um 1,7 % gegenüber Januar 2025

Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im Januar 2026 um 1,7 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Dezember 2025 hatte der Preisrückgang bei Energie bei -1,3 % gelegen. Von Januar 2025 bis Januar 2026 verbilligte sich die Haushaltsenergie um 3,2 %. Hier konnten die Verbraucherinnen und Verbraucherzum Beispiel von günstigeren Preisen für Strom (-3,2 %) profitieren. Ein Grund dürften die seit Beginn des Jahres reduzierten Übertragungsnetzentgelte für Strom sein. Günstiger wurden auch Gas einschließlich Umlage (-2,5 %) und Fernwärme (-0,8 %), bei denen sich unter anderem die Abschaffung der Gasspeicherumlage preisdämpfend auswirkte. Die Preise für fossile Brennstoffe wurden gleichzeitig durch die zu Jahresbeginn teilweise gestiegene CO2-Bepreisung beeinflusst. Hier zeigte sich bei den Mineralölprodukten im Januar 2026 eine gegenläufige Preisentwicklung: Leichtes Heizöl blieb im Vergleich zum Januar 2025 deutlich günstiger (-10,2 %), während sich die Kraftstoffpreise um 0,5 % erhöhten.





Nahrungsmittel verteuerten sich mit +2,1 % gegenüber Januar 2025 deutlich stärker als in den Vormonaten

Die Preise für Nahrungsmittel waren im Januar 2026 um 2,1 % höher als im Vorjahresmonat, nach +0,8 % im Dezember 2025. Damit legte der Preisauftrieb zu, von September bis Dezember 2025 hatten sich Nahrungsmittel binnen Jahresfrist unterdurchschnittlich verteuert. Im Vergleich von Januar 2026 zu Januar 2025 bleibt die Preiserhöhung bei Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+10,9 %, darunter Schokolade: +21,0 %) auffällig. Auch für Obst (+6,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+4,9 %, darunter Rind- und Kalbsfleisch: +14,9 %, Geflügelfleisch: +8,3 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Günstiger hingegen wurden insbesondere Speisefette und Speiseöle (-20,1 %, darunter Butter: -33,0 %; Olivenöl: -13,5 %). Zudem verbilligten sich einige Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs wie Molkereiprodukte (-3,5 %) undKartoffeln (-10,1 %) deutlich, dagegen wurden Eier (+12,5 %) nennenswert teurer.

Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +2,5 %

Die Inflationsrate ohne Energie und die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lagen im Januar 2026 jeweils bei +2,5 %. Beide Kenngrößen verdeutlichen, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen weiterhin überdurchschnittlich hoch war.

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfristüberdurchschnittlich um 3,2 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Januar 2026 um 3,2 % höher als im Vorjahresmonat. Dienstleistungen verteuerten sich somit überdurchschnittlich, bereits seit Januar 2024 lag die Teuerung hierfür durchgängig oberhalb der Gesamtteuerung. Von Januar 2025 bis Januar 2026 erhöhtensich vor allem die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,1 %) sowie für die kombinierte Personenbeförderung (+6,2 %). Letzteres ist unter anderem der Preiserhöhung für das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro geschuldet. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren unteranderem auch Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,2 %), Versicherungsdienstleistungen für die Gesundheit (+4,4 %) sowie Wasserversorgung und andere Dienstleistungen an der Wohnung (+3,6 %). Zudem verteuerten sich binnen Jahresfrist Gaststättendienstleistungen (+3,6 %), auch nach der Mehrwertsteuersenkung für Speisen in der Gastronomie zu Beginn des Jahres von 19 auf 7 %. Bedeutsam für die Preisentwicklung insgesamt blieben im Januar 2026 die Nettokaltmieten mit +2,1 %. Dagegen waren nur wenige Dienstleistungen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (-0,4 %).

Waren verteuerten sich gegenüber Januar 2025 um 1,0 %

Waren insgesamt verteuerten sich von Januar 2025 bis Januar 2026 um 1,0 %. Verbrauchsgüter verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 % und Gebrauchsgüter um 0,4 %. Neben den Nahrungsmitteln (+2,1 %) wurden auch einige andere Waren deutlich teurer, insbesondere alkoholfreie Getränke (+6,8 %, darunter Kaffee, Tee und Kakao: +18,2 %) und Tabakwaren (+4,4 %). Preisrückgänge waren hingegen außer bei der Energie (-1,7 %) unter anderem bei Haushaltsgeräten (-3,1 %) zu verzeichnen.

Preise insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,1 %

Im Vergleich zum Dezember 2025 stieg der Verbraucherpreisindex im Januar 2026 um 0,1 %. Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt stiegen binnen Monatsfrist um 1,0 %, vor allem zogen die Preise für frisches Gemüse (+6,1 %) an. Auch die Preise für Energie insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,8 %, hier zogen insbesondere Kraftstoffpreise an (+5,6 %). Günstiger gegenüber dem Vormonat wurden Strom (-2,8 %), Erdgas, einschließlich Umlage (-2,4 %) und Fernwärme (-1,6 %). Hier wirkten sich auch das zu Beginn des Jahres reduzierte Übertragungsnetzentgelt, die Abschaffung der Gasspeicherumlage sowie die teilweise gestiegene CO2-Bepreisung auf die Preisentwicklungaus. Zudem zeigt sich der gestiegene Preis für das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro in der Teurung beim Personennahverkehr (+2,8 %) und bei Verbundfahrkarten (+5,2 %). Hingegen gingen vor allem saisonbedingt die Preise für Flugtickets (-16,7 %), Pauschalreisen (-14,1 %) und Bekleidungsartikel (-5,5 %) zurück.

Methodische Hinweise:

Neben dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) wird insbesondere zu Vergleichszwecken im Euroraum der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) berechnet. Der HVPI ist das zentrale Maß zur Quantifizierung von Preisstabilität im Rahmen der europäischen Geldpolitik und wird generell aus demselben Datenmaterial abgleitet, welches auch dem nationalen VPI zugrunde liegt.

Der VPI und der HVPI unterscheiden sich neben der Verwendung auch im Erfassungsbereich, in der Methodik und der Gewichtung.

Ab Januar 2026 werden im HVPI erheblicheÄnderungen sowohl bei der Methodik als auch bei der verwendeten Klassifikation umgesetzt. Zudem wird der HVPI mit dem Ergebnis für den Berichtsmonat Januar 2026 erstmals auf der Indexbasis 2025 = 100 ausgewiesen. Aktuelle Informationen zu den Änderungen beim HVPI bietet ein Webartikel auf der Themenseite"Verbraucherpreisindex und Inflationsrate"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Darüber hinaus sind dort Erläuterungen, ein Methodenpapier sowie die HVPI-Ergebnisse verfügbar.

Weitere Informationen:

Detaillierte Ergebnisse sindüber die Tabellen Verbraucherpreisindex (61111-0004) und (61111-0006) sowie Harmonisierter Verbraucherpreisindex (61121-0002) und (61121-0006) in der Datenbank GENESIS-Online abrufbar. Die Tabellen 61111-0006 und 61121-0006 enthalten unter den Sonderpositionen VPI- und HVPI-Ergebnisse, die zur Messung der sogenannten"Kerninflation"verwendet werden.

Für die Inflation in der Eurozone wurden von der europäischen Statistikbehörde Eurostat vorläufige Ergebnisse für Januar 2026 veröffentlicht (verfügbar im Eurostat-Internetangebot unter News>Euro indicators).

EineÜbersicht zu einzelnen Maßnahmen der Bundesregierung, die sich auf den nationalen VPI und den HVPI für Deutschland auswirken, bietet die Themenseite"Verbraucherpreisindex und Inflationsrate"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Die Ergebnisse zum VPI sind auch im"Dashboard Konjunktur"verfügbar, das Teil des"Dashboard Deutschland"(www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem"Pulsmesser Wirtschaft"steht dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.

Mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre monatlichen Konsumausgaben für einzelne Güterbereiche entsprechend des eigenen Verbrauchsverhaltens anpassen und eine persönliche Inflationsrate berechnen. Darüber hinaus bietet das Preis-Kaleidoskop einen Überblick über die Preisentwicklung und die Gewichte verschiedener Güter.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Verbraucherpreise
Telefon: +49 611 75 4777
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


Original-Content von: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 17.02.2026 - 08:00 Uhr
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