Studie zeigt Veganismus als sexuelle Präferenz
Großangelegte Untersuchung mit 2100 Veganern belegt eine vegansexuelle Präferenz- deutliche Effekte auf Partnerschaft und sexuelle Zufriedenheit

(IINews) - Vegan leben - und vegan begehren?
Ist Veganismus lediglich eine ethische Haltung - oder für manche Menschen auch eine eigenständige sexuelle Präferenz? Eine neue groß angelegte Untersuchung vonvegan.euin Kooperation mit der psychologisch fundierten KennenlernplattformGleichklangliefert hierzu erstmals umfassende quantitative Daten.
In einer Stichprobe von 2.100 vegan lebenden Erwachsenen wurde systematisch geprüft, ob sich eine konsistente vegansexuelle Präferenz empirisch erfassen lässt und ob sie reale Auswirkungen auf Partnerschaft und sexuelle Zufriedenheit besitzt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Je nach Schwellenwert weisen zwischen 14 und 27 Prozent der Befragten eine stark ausgeprägte vegansexuelle Orientierung auf.
Robuste Befunde unter strenger statistischer Kontrolle
Kern der Untersuchung war eine neu entwickelte 24-Item-Skala zur Erfassung veganer sexueller Präferenzen. Die Skala erreichte mit einem Cronbachs Alpha von 0,985 eine hohe interne Konsistenz, was bedeutet, dass alle 24 Aussagen sehr zuverlässig dasselbe psychologische Merkmal erfassen. Eine Hauptkomponentenanalyse - ein Verfahren zur Prüfung, ob verschiedene Aussagen tatsächlich auf eine gemeinsame zugrunde liegende Dimension verweisen - zeigte eine klar eindimensionale Struktur. Damit lässt sich Vegansexualität innerhalb der Stichprobe als konsistentes, einheitliches Präferenzmuster beschreiben.
Alle zentralen Effekte wurden unter Kontrolle von Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Wohnsitzland sowie Rekrutierungsweg berechnet. Die Zusammenhänge blieben vollständig stabil. Damit erweisen sich die Befunde als robust gegenüber möglichen Selbstselektions- oder Stichprobenverzerrungen.
Deutliche Auswirkungen auf Partnerschaft und Sexualität
Die Bedeutung der vegansexuellen Präferenz zeigt sich insbesondere im Beziehungserleben:
Vegansexuelle Personen lebten signifikant häufiger mit ebenfalls vegan lebenden Partner:innen zusammen. In bestehenden Partnerschaften berichteten sie mit veganen Partner:innen eine deutlich höhere Beziehungszufriedenheit und sexuelle Zufriedenheit als mit nicht vegan lebenden Partner:innen.
Bei Befragten ohne vegansexuelle Präferenz zeigte sich hingegen kein Zusammenhang zwischen Partnerernährung und Zufriedenheit. Die Effekte sind somit nicht allgemein veganitätsbedingt, sondern spezifisch an die Stärke der vegansexuellen Präferenz gebunden.
Studienleiter Dr. Guido F. Gebauer betont:
"Die Daten zeigen, dass sexuelle Präferenzen nicht ausschließlich biologisch oder körperlich zu verstehen sind. Vielmehr ist Sexualität auch in ethischen Werten und Lebensweisen eingebettet, was sich auf Anziehung und Beziehungserleben auswirkt. Vegansexualität ist eine solche empirisch belegbare Präferenzstruktur mit realen Konsequenzen."
Gebauer ordnet ein:
"Die Ergebnisse liefern erstmals in einer großen quantitativen Stichprobe Evidenz dafür, dass Vegansexualität ein reales, psychologisch stimmiges und wirksames Phänomen sei. Für einen Teil vegan lebender Menschen beschreibt sie eine konsistente sexuelle Präferenz. Diese Präferenz spiegelt sich deutlich im Beziehungserlebenwider und geht damit über ein bloßes Selbstetikett hinaus."
Bedeutung der Befunde
Die Studie zeigt, dass sexuelle Anziehung in Teilen der veganen Community eng mit Wertorientierungen verknüpft ist. Vegansexualität ersetzt dabei keine klassischen sexuellen Orientierungen, sondern ergänzt sie als zusätzliche Präferenzdimension.
Gleichzeitig unterstreicht die Untersuchung die praktische Relevanz für Partnerschaft und Matching-Prozesse. Wenn für einen substanziellen Anteil vegan lebender Menschen die Ernährungsweise der Partnerperson unmittelbar mit sexueller Anziehung und Zufriedenheit verknüpft ist, gewinnt dieser Faktor für Beziehungsstabilität und Partnerwahl deutlich anBedeutung.
Die Untersuchung basiert auf einer querschnittlichen Online-Befragung und erlaubt keine Kausalinterpretationen. Die statistischen Zusammenhänge sind jedoch konsistent, kontrolliert und stabil.
Die vollständigen Analysen, methodischen Prüfungen sowie weiterführende theoretische Einordnungen sind im ausführlichen Artikel auf vegan.eu veröffentlicht.
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Datum: 16.02.2026 - 17:50 Uhr
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