Globale Länderrisiken sinken trotz intensiver Handelsspannungen - aber höhere Risiken in Frankreich, Belgien und den USA

(ots) -
- Allianz Trade Länderrisikoatlas: Globale Länderrisiken im Jahr 2025 verbessert: 36 Länderrisiken sinken (Vorjahr: 48), nur 14 steigen (Vorjahr: 5)
- Große Fische: Frankreich, Belgien und die USA mit höheren Risiken herabgestuft - Hinweis auf anhaltende und erhebliche mittelfristige Risiken für Unternehmen
- Von AA1 auf A1: Risiko bleibt insgesamt niedrig, aber Herabstufung als Hinweis auf anhaltende und erhebliche mittelfristige Risiken für Unternehmen
Zum dritten Mal veröffentlicht der weltweit führende Kreditversicherer Allianz Trade heute seinen Länderrisikoatlas, der die wirtschaftlichen Aussichten, Risiken und Chancen in 83 Ländern bewertet, die etwa 94 % des globalen BIP ausmachen. Die Analyse basiert auf einem unternehmenseigenen Risikobewertungsmodell, das vierteljährlich mit den neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen und den Unternehmensdaten von Allianz Trade aktualisiert wird.
Die Experten haben 36 Länder aufgrund von sinkenden Risiken"heraufgestuft"und lediglich 14 aufgrund steigender Risiken"herabgestuft". Insgesamt sinken also globale Länderrisiken trotz intensiver Handelsspannungen und vielfältigen Risiken (politischer, geopolitischer und fiskalischer Art) deutlich - entgegen der Erwartungen. Allerdings sind unter den Ländern mit höheren Risiken keine Unbekannten.
"Sinkende globale Länderrisiken sind zunächst eine sehr gute Nachricht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft", sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland,Österreich und der Schweiz."Allerdings sind unter den 14 Ländern mit steigenden Risiken keine kleinen Fische : Insbesondere Frankreich, Belgien und die USA gehören zu den wichtigsten Handelspartnern der Deutschen. Sie machen zusammen rund ein Fünftel der deutschen Exporte aus. Es bleibt also komplex. Die Herabstufung dieser Länder von jeweilsAA1 auf A1 bedeutet zwar weiterhin ein insgesamt niedriges Länderrisiko, es deutet aber auf anhaltende und erhebliche mittelfristige Risiken für Unternehmen hin."
Kompass für Unternehmen für kurz- und mittelfristige Länderrisiken
Die Allianz Trade Analyse berücksichtigt dabei eine Vielzahl an kurz- und mittelfristigen Risiken, die entsprechend gewichtet werden.
"Unsere Ratings beinhalten Analysen und Einblicke in das wirtschaftliche, politische und geschäftliche Umfeld sowie in Nachhaltigkeitsfaktoren, die die Trends beim Zahlungsausfallrisiko für Unternehmen auf makroökonomischer Ebene beeinflussen", sagt Luca Moneta, Senior Volkswirt für Emerging Markets bei Allianz Trade."Jedes Rating kombiniert 17 kurzfristige und 18 mittelfristige Indikatoren und dient Entscheidungsträgern als pragmatischer Kompass in einer Welt voller Krisen. Es hilft ihnen, Volatilität zu bewältigen, Cashflows zu schützen und Risikobewusstsein in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln."
Entgegen den Erwartungen hat sich das globale Länderrisiko im Jahr 2025 verbessert
Der Trend, dass insgesamt globale Länderrisiken sinken, unterstreicht die fiskalischen, monetären und handelsbezogenen Bewältigungsmechanismen, die in Zeiten hoher Unsicherheit tendenziell zum Tragen kommen. Zu den 36 Volkswirtschaften mit verbesserten Ratings gehören Argentinien, Ecuador, Ungarn, Italien, Spanien, die Türkei und Vietnam.
"Im Jahr 2025 waren die Heraufstufungen in erster Linie auf stärkere makroökonomische Fundamentaldaten zurückzuführen, die durch die Fiskal- und Geldpolitik unterstützt wurden", sagt Ana Boata, Head of Macroeconomic Research bei Allianz Trade."In mehreren Schwellenländern ermöglichten bessere Finanzierungsbedingungen, eine Aufwertung der lokalen Währungen und höhere Rohstoffpreise eine Rücknahme der Transfer- und Konvertibilitätsbeschränkungen, einem wichtigen Aspekt des politischen Risikos. Unter den Volkswirtschaften mit hohem Einkommenstärkten eine verbesserte politische Stabilität, eine rückläufige Inflation und eine bessere Handelsbilanz die Widerstandsfähigkeit in ganz Europa (insbesondere in Deutschland, Griechenland, Italien und Spanien) und im asiatisch-pazifischen Raum (einschließlich Südkorea und Vietnam)."
Breite Verbesserungen verdecken anhaltende mittelfristige Risiken für Unternehmen
Die Zahl der Herabstufungen erscheint mit 14 zwar relativ gering, im Vergleich zu 2024 hat sich diese allerdings von auf 14 fast verdreifacht. Darüber hinaus sind einige wichtige Volkswirtschaften wie Frankreich, Belgien und die USA auf der Liste vertreten, was die anhaltenden mittelfristigen Herausforderungen für Unternehmen unterstreicht.
"Die Widerstandsfähigkeit nimmt zu, aber in wichtigen Volkswirtschaften bestehen weiterhin Risikokonzentrationen", sagt Aylin Somersan Coqui, CEO von Allianz Trade."So haben wir im vergangenen Jahr in sieben Märkten eine Verschlechterung des mittelfristigen makroökonomischen Umfelds beobachtet, in 18 Märkten zeichnete sich eine Verbesserung ab. Zu diesen Verschlechterungen zählen jedoch Belgien, Brasilien, Frankreich und die USA, die zusammen etwa ein Drittel des globalen BIP ausmachen, alsozehnmal so viel wie die Volkswirtschaften, in denen eine Verbesserung zu verzeichnen war. Die Weltwirtschaft durchläuft eine der turbulentesten Phasen seit Jahrzehnten, in der sich Schocks und strukturelle Veränderungen wie KI, Demografie, Klimawandel, Handel und Regulierung überschneiden.Die Unsicherheit bleibt hoch, und Unternehmen müssen einen selektiven, länderspezifischen Ansatz verfolgen, damit sie ihr Geschäft ausbauen und gleichzeitig ihre Vermögenswerte schützen können. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines detaillierten, vorausschauenden Risikomanagements, das über die Schlagzeilen-Ratings hinausgeht. Die kontinuierliche Überwachung der Transfer- und Konvertibilitätsbedingungen, der fiskalischen Entwicklung und der Handelsrisiken wird entscheidend sein, um Wendepunkte zu antizipieren."
Die vollständige Studie (ENG, pdf) finden Sie hier:
https://bit.ly/4qCtseI
Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an, um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.
Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen. Insgesamt umfassen die Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfallen.
Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und gibt den weltweitüber 70.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating von Standard&Poor s ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.
Das Unternehmen ist inüber 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.800 Mitarbeiter weltweit. 2024 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen konsolidierten Umsatz von EUR 3,8 Milliarden und versicherte weltweit Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.
Weitere Informationen auf www.allianz-trade.de
Hinweis bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen
Die in dieser Meldung enthaltenen Informationen können Aussagen über zukünftige Erwartungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf aktuellen Einschätzungen und Annahmen der Geschäftsführung basieren, und bekannte und unbekannte Risiken sowie Unsicherheiten beinhalten, aufgrund derer die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse von den hier gemachten Aussagen wesentlich abweichen können. Neben zukunftsgerichteten Aussagen im jeweiligen Kontext spiegelt die Verwendung von Wörtern wie"kann","wird","sollte","erwartet","plant","beabsichtigt","glaubt","schätzt","prognostiziert","potenziell"oder"weiterhin"ebenfalls eine zukunftsgerichtete Aussage wider. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse können aufgrund verschiedener Faktoren von solchen zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu solchen Faktoren gehören u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage einschließlich der branchenspezifischen Lage für dasKerngeschäft bzw. die Kernmärkte der Allianz-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte einschließlich der"Emerging Markets"einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw. ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen, sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen, regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch Terroranschläge und deren Folgen noch weiter steigen. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Pressekontakt:
Allianz Trade
Antje Wolters
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0)40 8834-1033
Mobil: +49 (0)160 899 2772
antje.wolters(at)allianz-trade.com
Social Media
Linkedin Allianz Trade Deutschland
https://www.linkedin.com/company/allianz-trade-deutschland/
XING Allianz Trade Deutschland
https://www.xing.com/pages/allianz-trade-deutschland
Youtube Allianz Trade Deutschland
https://www.youtube.com/allianz-trade-deutschland
Facebook Allianz Trade Deutschland
https://www.facebook.com/AllianzTradeDE
Twitter Allianz Trade
https://twitter.com/AllianzTrade
Instagram Allianz Trade
https://www.instagram.com/AllianzTrade
Original-Content von: Allianz Trade,übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.02.2026 - 09:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2231527
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Finanzen
Dieser Fachartikel wurde bisher 2 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Globale Länderrisiken sinken trotz intensiver Handelsspannungen - aber höhere Risiken in Frankreich, Belgien und den USA"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allianz Trade (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




