Wenn Teile, Behälter und Transporte zum Nadelöhr werden
Ein Industrie-Use-Case–und wie eine integrierte Intralogistik-Plattform wieder Transparenz und Takt in die Produktion bringt

(PresseBox) - In vielen Industrieunternehmen ist Intralogistik längst mehr als „Lager und Stapler“. Sie entscheidet darüber, ob Produktion flüssig läuft oder Maschinen warten. Gerade dort, wo komplexe Baugruppen entstehen, Variantenvielfalt hoch ist und strenge Qualitäts- bzw. Sauberkeitsanforderungen gelten, wird Materialfluss zur Königsdisziplin: Bauteile müssen nicht nur verfügbar sein, sondern exakt im richtigen Behälter, in der richtigen Zuordnung und zum richtigen Zeitpunkt am passenden Prozessschritt ankommen. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Automatisierung, Stabilität, Performance sowie durchgängige Daten. In der Praxis scheitert es jedoch häufig nicht an fehlenden Maschinenkapazitäten, sondern an unklaren Beständen, unzuverlässigem Behälterumlauf und Transporten, die zu spät auffallen. Genau hier setzt eine integrierte Intralogistik-Software an.
Der Use Case
Stellen wir uns ein Unternehmen aus der Industrie vor, dass in mehreren Prozessstufen komplexe Produkte fertigt– mit vielen Einzelteilen, die häufig als Sets oder Baugruppen bereitgestellt werden. Die Teile bewegen sich ständig: vom Wareneingang ins Lager, aus dem Lager an Maschinen und Arbeitsplätze, in Pufferzonen, in Sauberkeitsbereiche, in Nacharbeit oder Reinigung und wieder zurück. Transportiert wird in Mehrweg-Behältern, die teilweise hierarchisch aufgebaut sind (z. B. Container mit Trays und Positionslogik). Ein Teil der Transporte erfolgt manuell mit Scannerunterstützung, ein Teil automatisiert über fahrerlose Transportsysteme. Zusätzlich spielt das ERP-System als führende Datenquelle eine Rolle, während Lieferanten Zuordnungsinformationen für Behälter mitliefern können.
Aus diesen Rahmenbedingungen ergeben sich typische prozessuale Herausforderungen. In der Lagerverwaltung entsteht schnell ein„Wahrheitsproblem“: Das System weiß nicht zuverlässig, wo ein Teil physisch wirklich ist, weil es in der Realität an unzähligen Orten „zwischen“ Lager und Produktion liegt. Wenn dann zusätzlich Lagerplätze dynamisch belegt werden, Reservierungen fehlen oder Zielplätze doppelt vergeben werden, führen kleine Unsauberkeiten zu Staus im Materialfluss. Parallel wächst im Behältermanagement die Komplexität: Es reicht nicht zu wissen, dass ein Behälter vorhanden ist, sondern welche Einheit in welchem Tray an welcher Position liegt – und obder Behälter überhaupt freigegeben ist. Kommt dann noch hinzu, dass Sets sich durch Ersatzteilentnahmen ändern können, wird es ohne durchgängige digitale Abbildung schnell unübersichtlich. Bei Transporten zeigt sich das Problem meist am deutlichsten: Verzögerungen werden erst bemerkt, wenn die Maschine wartet. Ohne definierte Sollzeiten, Prioritäten und ein sauberes Ausnahme- und Eskalationsmanagement entstehen Ad-hoc-Fahrten, Suchzeiten und vermeidbare Stillstände.
Eine integrierte Lösung:COSYS Intralogistik Plattform
Für solche Szenarien ist ein Plattformansatz sinnvoll: Lagerverwaltung, Behältermanagement und Transportsteuerung müssen nicht nebeneinander existieren, sondern ineinandergreifen. Die COSYS Intralogistik Plattform ist genau darauf ausgelegt, innerbetriebliche Logistikprozesse end-to-end zu digitalisieren – vom Lager über den Behälterumlauf bis hin zur Transportsteuerung und Materialfluss-Transparenz. Dadurch entsteht eine zentrale operative Sicht auf Material, Ladungsträger und Bewegungen, statt drei getrennte Inseln mit unterschiedlichen Datenständen.
Im Use Case bildet dasCOSYS Lagerverwaltungssystemdie Basis, um Bestände, Lagerplätze und Bewegungen zuverlässig zu steuern. Ein entscheidender Vorteil ist die Shopfloor-Tauglichkeit: Buchungen müssen dort passieren, wo die Realität entsteht – an der Rampe, am Regal, am Übergabepunkt, an der Maschine. Wird Einlagern, Auslagern, Umlagern oder Kommissionieren konsequent digital geführt, sinkt die Suchzeit deutlich, weil Teile nicht mehr „irgendwo“ verschwinden können. Gleichzeitig entsteht die Voraussetzung, Plätze systematisch zu prüfen und zu verwalten: Ist ein Lagerplatz frei, ist er reserviert, ist er geeignet für ein bestimmtes Material? Auch die Anbindung an ERP-Systeme ist wichtig – aber im beschriebenen Umfeld darf das operative Tracking nicht von ERP-Zyklen ausgebremst werden. COSYS positioniert das Lagerverwaltungssystem so, dass es sowohl eigenständig als auch integriert betrieben werden kann und Prozesse in Echtzeit unterstützt.
DasBehältermanagementergänzt diese Grundlage, indem es den Mehrwegkreislauf konsequent digital abbildet. In vielen Unternehmen gehen nicht die Teile „verloren“, sondern die Transparenz über Ladungsträger, deren Status und deren Zuordnung. COSYS setzt hier auf mobile Erfassung und zentrale Auswertbarkeit:Bewegungen werden per Scan erfasst, Status lassen sich nachvollziehen, und Verantwortliche sehen im WebDesk, wo sich Behälter befinden und wie sich Umläufe entwickeln. Das ist entscheidend, um Engpässe zu vermeiden – etwa wenn ein bestimmter Behältertyp plötzlich an einem Bedarfspunkt fehlt, weil er unbemerkt in einer anderen Zone „stehen geblieben“ ist. Darüber hinaus schafft eine digitale Behälterhistorie die Grundlage für Regeln: Behälter können gesperrt werden, wenn sie defekt sind oder ein Qualitätsfall vorliegt; Reinigungsinformationen lassen sich zuordnen; und die Nutzung kann prozesssicher gesteuert werden.
DasTransport Management Systemschließlich adressiert die Dynamik zwischen Lager und Produktion. Dort, wo Transporte teils manuell, teils automatisiert laufen, ist nicht nur die Erfassung wichtig, sondern die Steuerung: Transportaufträge müssen angelegt, priorisiert, zugewiesen und in ihrem Status in Echtzeit sichtbar sein. COSYS unterstützt innerbetriebliche Transporte über WebDesk und mobile Prozesse, sodass Aufträge strukturiert entstehen und sauber „durchlaufen“ – statt über Zuruf und spontane Fahrten. Besonders wertvoll ist dabei die Transparenz über Transportzeiten und Engpässe: Wenn Sollzeiten definiert und Abweichungen sichtbar werden, lassen sich Störungen nicht erst am stillstehenden Arbeitsplatz erkennen, sondern frühzeitig. Ergänzend bietet COSYS im Intralogistik-Kontext auch Materialflusssteuerung, um Kapazitäten, Durchlaufzeiten und Bottlenecks zu bewertenund den Materialfluss insgesamt stabiler zu machen.
COSYS Business Intelligence: vom Datensammeln zum Steuern
Wenn Lagerbewegungen, Behälterstatus und Transportereignisse digital erfasst werden, entsteht eine durchgängige Datenbasis. Der eigentliche Hebel entsteht jedoch, wenn diese Daten nicht nur angezeigt, sondern systematisch ausgewertet werden. COSYS Business Intelligence setzt genau dort an und macht die operative Logistik messbar: Wo entstehen Verzögerungen? Welche Strecken sind regelmäßig kritisch? Welche Behältertypen sind Engpassverursacher? Wie entwickelt sich der Umlauf? Und welche Bereiche erzeugen besonders viele Ausnahmefälle? Statt Bauchgefühl und Einzelrecherche werden Kennzahlen, Trends und Drilldowns nutzbar, sodass Verantwortliche Ursachen schneller finden und Maßnahmen gezielt ableiten können. In einem Umfeld, in dem Performance, Verfügbarkeit und Qualität zählen, wird BI damit zum Frühwarnsystem und zur Basis für kontinuierliche Prozessoptimierung.
Fazit
Der Use Case zeigt, wie schnell Intralogistik zur Wachstumsbremse wird, wenn Lager, Behälter und Transporte nicht durchgängig zusammenspielen. Genau deshalb ist eine integrierte Plattform sinnvoll: Ein Lagerverwaltungssystem schafft Ordnung und Echtzeit-Transparenz über Bestände und Plätze. Behältermanagement verhindert Verlust, Engpässe und Qualitätsrisiken imMehrwegkreislauf. Ein Transport Management System bringt Struktur, Priorisierung und Statusklarheit in die Bewegungen zwischen Lager und Produktion – inklusive belastbarer Reaktionsfähigkeit bei Ausnahmen. In Kombination mit COSYS Business Intelligence wird aus Transparenz echte Steuerbarkeit: Probleme werden früher erkannt, Ursachen schneller identifiziert und Verbesserungen datenbasiert umgesetzt. So wird aus einem potenziellen Nadelöhr wieder ein stabiler Materialfluss, der die Produktion zuverlässig im Takt hält.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung,über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
Datum: 12.02.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2230898
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Vertrieb
Stadt:
Stuttgart
Telefon: +49 (5062) 900-0
Kategorie:
Dieser Fachartikel wurde bisher 10 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Wenn Teile, Behälter und Transporte zum Nadelöhr werden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Cosys Ident GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).



