InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

ADAC Luftrettung fliegt erneut rund 49.000 Einsätze

ID: 2230555

(ots) -
- Gemeinnützige Rettungsdienstorganisation zieht Bilanz 2025
- Fliegende Gelbe Engel im Durchschnitt 134-mal pro Tag alarmiert
- Fünf Prozent mehr Flüge in der Dunkelheit sowie mit Rettungswinde
- Bedeutung der Luftrettung für den Bevölkerungsschutz nimmt zu
- Meiste Starts in Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen
- Meiste Einsätze der Rettungshubschrauber in Berlin, Ochsenfurt, Wittlich

(ADAC Luftrettung gGmbH) Die fliegenden Gelben Engel der ADAC Luftrettung sind 2025 erneut zu bundesweit rund 49.000 Einsätzen ausgerückt. Damit wurden die ADAC Rettungshubschrauber pro Tag im Durchschnitt zu 134 Notfällen alarmiert. Das geht aus der zum heutigen Tag des Notrufs veröffentlichten Jahresbilanz der gemeinnützigen Rettungsdienstorganisation hervor. Unter den 48.908 Einsätzen (Vorjahr 49.048) waren mit 3314 fünf Prozent mehr Flüge in der Dunkelheit. Ebenfalls um fünf Prozent auf 580 erhöhte sich die Zahl der hochanspruchsvollen Spezialeinsätze mit Rettungswinde.

Häufigste Einsatzgründe waren in fast jedem dritten Fall (31 Prozent) Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. Bei etwa jeder vierten Alarmierung (26 Prozent) lagen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen vor. In 13 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC Luftretter neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall, in acht Prozent war akute Atemnot oder Asthma die Ursache. Bei fast jedem zehnten Patienten handelte es sich um Kinder oder Jugendliche.

Reform der Notfallversorgung umsetzen

Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft auch in Zukunft uneingeschränkt sicherzustellen, müsse die vom Bundesgesundheitsministerium aktuell vorangetriebene Reform der Notfallversorgung jetzt umgesetzt werden, sagte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung."Der Rettungsdienst muss weiterentwickelt werden. Wir brauchen dringend längere Einsatzmöglichkeiten auch in der Dunkelheit, flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine flächendeckende digitale Vernetzung der Leitstellen und eine länderübergreifende Einsatz- und Bedarfsplanung mit einheitlichen Qualitätsstandards", erklärte er.





Einsatzorte und Einsatzstatistik

Die meisten Einsatzorte lagen 2025 wieder in Bayern mit 11.742 (Vorjahr 12.015), hier befinden sich auch die meisten Stationen. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7786 (7907), Nordrhein-Westfalen mit 5310 (5603) und Niedersachsen mit 5367 (5394). Bei den Stationen mit den meisten Alarmierungen liegen die ADAC Rettungshubschrauber"Christoph 31"in Berlin (2430),"Christoph 18"in Ochsenfurt (1942) und"Christoph 10"in Wittlich (1747) auf den vorderen Plätzen.

Nachtflüge und Windeneinsätze

Deutlich zugenommen haben im vergangenen Jahr die Flüge in der Dämmerung und Dunkelheit. Ihre Zahl stieg um fünf Prozent von 3159 auf 3314 an, darunter waren auch hochanspruchsvolle Notfalleinsätze in der Nacht mit Landung auf unbeleuchteten Plätzen. Möglich sind diese unter anderem durch spezielle Nachtsichtbrillen als Teil eines hochmodernen"Night-Vision-Imaging-Systems", kurz NVIS genannt. Solche Einsätze fliegen die Crews von sechs Stationen: In Greven und Köln (beide Nordrhein-Westfalen), Senftenberg in Brandenburg, Sande in Niedersachsen, Ulm in Baden-Württemberg und Mainz in Rheinland-Pfalz. Letztere ist seit 1. Januar 2026 die vierte 24-Stunden-Station der ADAC Luftrettung.

Ebenfalls um fünf Prozent gestiegen ist die Zahl der Einsätze mit Rettungswinde. Die Crews der sechs Windenstationen in München, Murnau, Straubing (alle Bayern), Sande (Niedersachsen), Westpfalz (Rheinland-Pfalz) und Hamburg flogen insgesamt 580 solcher hochanspruchsvollen Spezialeinsätze (Vorjahr 552). Die Winde mit 90 Meter Länge und einer Traglast von rund 250 Kilogramm ermöglicht an schwer erreichbaren Einsatzorten eine erheblich schnellere Versorgung und Rettung von Patienten. Die Windenhubschrauber stehen zudem inKatastrophenfällen zur Rettung von Menschen in Notsituationen zur Verfügung.

Mehr Engagement im Zivil- und Katastrophenschutz

Ihr Engagement im Zivil- und Katastrophenschutz hat die ADAC Luftrettung noch einmal verstärkt. Nicht nur mit zusätzlichen Windenhubschraubern und hochqualifizierten Crews, sondern auch mit zehn speziellen Fachberatern Luftrettung, die den Trägern des Rettungsdienstes sowie den zuständigen Behörden künftig bei der Bewältigung von Großschadensereignissen zur Verfügung stehen. In ganz Deutschland. Rund um die Uhr. Mit einem eigenen Beauftragten für Bevölkerungsschutz stellen sich die fliegenden Gelben Engel künftig auch ihrer gestiegenen gesellschaftlichen Verantwortung bei der Stärkung der zivilmilitärischen Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen und Blaulichtorganisationen. So wie es die Bundesregierung fordert. Die ADAC Luftrettung bringt daher ihre Expertise nun auch bei Übungen mit der Bundeswehr zur Weiterentwicklung der gesamtstaatlichen Gefahrenabwehr ein.

Die Flotte

Die ADAC Luftrettung setzt bewusst auf eine Mehrflottenstrategie und kann so bedarfsgerecht, nachhaltig und kosteneffizient auf die komplexen Herausforderungen im Rettungsdienst sowie auf sämtliche Einsatzszenarien adäquat reagieren. Die Crews können bei ihrer Arbeit je nach Region und Anforderung auf modernste Rettungshubschrauber der Typen H135 und H145 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Die Maschinen des Typs H145 sind besonders für höhere Zuladung und weitereStrecken bei Patientenverlegungen geeignet. Die Helikopter des Typs H135 sind wegen ihrer geringeren Größe besonders für Notfälle im innerstädtischen Bereich geeignet. Sie sind besonders wendig und verursachen weniger starken Abwind beim Starten und Landen. Zudem sind sie günstigerin der Anschaffung und verbrauchen weniger Kerosin. In der Zukunft setzt die ADAC Luftrettung auch auf die neue Rettungshubschrauber-Generation H140 von Airbus Helicopters, die das Beste aus beiden bisherigen Modellen vereint.

ADAC Luftrettung Campus

Die neue Zentrale der ADAC Luftrettung befindet sich seit Oktober 2025 am Sonderflughafen EDMO in Oberpfaffenhofen bei München - am bedeutendsten Standort der Luft- und Raumfahrt in Deutschland. Der hochmoderne ADAC Luftrettung Campus vereint unter dem Motto"United in Safety"das gesamte Leistungsspektrum der ADAC Luftrettung-Gruppe unter einem Dach: Flugbetrieb, Medizin, Forschung, Ausbildung, Training und Wartung sowie Verwaltung - das macht den neuen ADAC Luftrettung Campus zu einem in dieser Form auch international einmaligen Kompetenzzentrum für Hubschrauberpilotinnen und -piloten, Rettungsdienst und Notfallmedizin. Nachhaltig und energieeffizient ausgerichtet - inklusive eines multifunktionalen Veranstaltungsraums für Messen, Fachtagungen und Konferenzen für rund 300 Teilnehmende.

Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1500 Menschen - darunter rund 180 Piloten und Pilotinnen, rund 670 Notärzte und Notärztinnen, 245 Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen (TC HEMS) und mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung.In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Die Station"Christophorus Europa 3"in Suben,Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier im Winterhalbjahr - im Sommer der ÖAMTC.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit 60 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle."Gegen die Zeit und für das Leben"lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seineÜberlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert vonder ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Pressekontakt:

Jochen Oesterle
i.A. ADAC Luftrettung gGmbH
T +49 89 76 76 34 74
medien(at)adac.de
www.presse.adac.de


Original-Content von: ADAC SE,übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.02.2026 - 00:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2230555
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

München



Kategorie:



Dieser Fachartikel wurde bisher 8 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"ADAC Luftrettung fliegt erneut rund 49.000 Einsätze"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ADAC SE (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Schutz vor teuren Arztkosten im Skiurlaub ...

- Gesetzliche Krankenkasse zahlt in vielen Fällen nicht- Auslandskrankenversicherungübernimmt Kosten für Bergung und Krankenrücktransport- ADAC bringt im Winter rund 1.500 Verletzte in die Heimat(ADAC SE) Seit der Jahreswende locken die Skigeb ...

Alle Meldungen von ADAC SE



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 51


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.