ANINOVA dokumentiert gemeinsam mit Malte Zierden und Phia Quantius Tierquälerei auf finnischen Pelzfarmen

(ots) - In einer bislang einzigartigen Recherche haben die Tierrechtsorganisation ANINOVA sowie die Tierschützer*innen Malte Zierden (Tierschutz Content-Creator) und Phia Quantius (Autorin) Pelzfarmen in Finnland dokumentiert. In einer nächtlichen Aktion, sowie tagsüber entstanden erschütternde Bilder, emotionale Drohnenaufnahmen und ein eindringliches Video von Füchsen und Marderhunden, die für die Pelzproduktion gezüchtet werden. Die Eindrücke der finnischen Pelzindustrie haben Malte Zierden und Phia Quantius tief erschüttert. Pelz aus Finnland wird auch in Deutschland als vermeintliches Luxusprodukt verkauft. Mit der Recherche wollen ANINOVA, Malte Zierden und Phia Quantius die Öffentlichkeit aufrütteln und unmissverständlich zeigen, dass es keinen Pelz ohne Tierleid gibt, unabhängig davon, woher der Pelz stammt oder mit welchen Labels er vermarktet wird. Das emotionale Video hat bisher schon eine Reichweite von 3,3 Millionen Views alleine bei Instagram (https://www.instagram.com/reel/DUORS7pjG_d/) erreicht. Weitere Informationen hier (https://aninova.org/aufdeckung/finnland-pelzfarmen-malte-zierden-phia-quantius/).
"An diesem Ort bleibt kein Raum mehr für Hoffnung. Ich sah dort unzählige wehrlose Seelen in engen Käfigen. In ihren Augen lag nur noch Schmerz. Diese Blicke werden mich für immer begleiten. Wer das gesehen hat, weiß: Wegsehen darf keine Option mehr sein.", sagt Malte Zierden. Gemeinsam mit seiner Partnerin Phia Quantius und einem Recherche-Team von ANINOVA reiste er in die Region Ostrobothnia im Westen Finnlands, dem Zentrum der finnischen Pelzindustrie."Ich war als Model selbst Teil der Modebranche. Jetzt habe ich gesehen, was sie anrichtet. Tiere zahlen mit ihrem Leben für einen Lifestyle, den kein Mensch braucht. Wer Pelz heute noch verteidigt, entscheidet sich bewusst für Schmerz und Tod. Kein Trend, rechtfertigt dieses Leid.", sagt Phia Quantius.
Bereits in der ersten Nacht betrat das Team nach Mitternacht bei eisiger Kälte heimlich eine Pelzfarm. Anhand der an den Käfigen angebrachten Zuchtkarten erkannten die Tierschützer*innen, dass es sich um eine Saga Furs zertifizierte Farm handelt. Saga Furs ist ein international tätiges Pelz-Auktionshaus, das mit eigenen Tierwohl-Zertifizierungen wirbt. Zu sehen sind Füchse, darunter extrem überzüchtete sogenannte"Monsterfüchse", sowie Marderhunde in engen Drahtkäfigen. Viele Tiere zeigen Verletzungen, apathisches Verhalten und stereotype Bewegungen.
Saga Furs, das auch an Marken in deutschen Warenhäusern zu finden ist, wirbt mit Zertifizierungen und dem sogenannten WelFur System, das angeblich Tierwohl und Rückverfolgbarkeit gewährleisten soll. Tierschutzorganisationen kritisieren jedoch seit Jahren, dass industrieeigene Labels grundlegende Probleme wie die Haltung von sogenannten Wildtieren in Käfigen nicht lösen können.
Am zweiten Tag besuchte das Team die Anlagen tagsüber und dokumentierte zudem eine gesamte sogenannte"Pelzstadt". Drohnenaufnahmen machen das tatsächliche Ausmaß der Pelzindustrie in dieser Region deutlich."Die Dimensionen sind erschreckend. Käfige reihen sich über riesige Flächen aneinander. Von Tierwohl kann hier keine Rede sein", sagt Lisa Wilhelm von ANINOVA.
Finnland zählt zu den größten Pelzproduzenten Europas. Laut dem Statistikbericht 2025 des finnischen Pelz-Züchterverbands FIFUR wurden im Jahr 2024 rund 303.000 Fuchspelze sowie etwa 350.000 Nerzpelze für den internationalen Markt produziert. Ende 2023 verzeichnete der Verband 442 Mitgliedsfarmen. Andere Schätzungen gehen von bis zu 600 Betrieben aus.
Auch politisch steht die Pelzindustrie zunehmend unter Druck. Auf EU Ebene läuft derzeit die Prüfung der Europäischen Bürgerinitiative Fur Free Europe. Eine Entscheidung der EU Kommission wird bis spätestens März 2026 erwartet. Als besonders wichtiger Schritt gilt, dass Polen als bislang größter Pelzproduzent der Europäischen Union im Jahr 2025 ein landesweites Pelzverbot verabschiedet hat und damit ein klares Signal gegen die Ausbeutung von Tieren für Pelz setzt.
"Diese Recherche zeigt einmal mehr, dass Pelz niemals ethisch vertretbar ist. Pelz gehört verboten", sagt Lisa Wilhelm."Unser Appell ist klar: Trag keinen Pelz. Auch keinen Kunstpelz."
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie tatsächlich Echtpelz tragen. Pelz wird häufig falsch oder unzureichend gekennzeichnet und als Kunstpelz verkauft, obwohl es sich um echtes Tierfell handelt. Besonders bei Accessoires wie Bommelmützen, Jackenbesätzen oder Schuhverzierungen kommt es immer wieder zu Täuschungen."Solange Pelz optisch akzeptiert bleibt, bleibt auch die Nachfrage bestehen und damit das Leid der Tiere", so Wilhelm.
Malte Zierden, Phia Quantius und ANINOVA appellieren daher gemeinsam an die Verbraucher*innen, vollständig auf Pelz zu verzichten. Nur wenn kein Pelz mehr gekauft wird, kann diese Form der Tierquälerei dauerhaft beendet werden.
Weitere Informationen und das Video zur Recherche hier.
Bildmaterial senden wir auf Anfrage gerne zu.
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Datum: 05.02.2026 - 06:10 Uhr
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