Generaloberstabsarzt besucht neue Produktionsstätte für humane Transplantate

(PresseBox) - Mit Blick auf die medizinische Versorgung im Ernstfall empfing das gemeinnützige Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) Mitte Januar den Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Herrn Generaloberstabsarzt Dr. med. Ralf Hoffmann, im Innovationspark Wuhlheide. Im Mittelpunkt des Besuchs standen der fachliche Austausch sowie die Begehung der im Bau befindlichen Produktionsstätte für humane Transplantate. Der Besuch verdeutlicht: Das DIZG leistet seinen Beitrag für die zivile und militärische Gesundheitsversorgung, auch im Falle eines NATO-Bündnisfalls.
Die Bundeswehr rechnet in einem solchen Szenario mit bis zu 1.000 verletzten Soldatinnen und Soldaten pro Tag, die in deutschen Kliniken versorgt werden müssten. „Die heutige Besichtigung bestätigt: Nur mit modernster Infrastruktur und einer engen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit können wir die Versorgung von Schwerverletzten im Ernstfall gewährleisten“, sagte Generaloberstabsarzt Hoffmann.„Es ist entscheidend, sich gemeinsam und vorausschauend auf diesen Versorgungsfall vorzubereiten.“
Versorgung komplexer Verletzungsbilder gewährleisten
Die Vorbereitung auf eine hohe Anzahl zu erwartender komplexer Versorgungsfälle würde auch die Bereitstellung ausreichender Zellkulturkapazitäten zur Versorgung von Schwerbrandverletzten umfassen. Dazu bedarf es der Ausweitung der postmortalen muskuloskelettalen Gewebespende und Hautspende.
Die Versorgung Schwerbrandverletzter mit den oft lebensrettenden autologen Zellkulturen wäre herausfordernd – zumal das DIZG diese als einzige nationale Einrichtung für in Deutschland versorgte Schwerbrandverletzte bereitstellt. Statt mit aktuell 15 bis 20 Fällen pro Jahr wäre im Ernstfall mit einem weitaus größeren Aufkommen an Schwerbrandverletzten pro Monat zurechnen. „Die Aufrechterhaltung derartiger nationaler Versorgungsfähigkeiten bekäme gerade für die diskutierten Krisenszenarien eine deutlich höhere Bedeutung als bisher“, so GOSA Dr. Hoffmann.
Für die Rekonstruktion großer Weichgewebedefekte muss eine ausreichende Versorgung mit allogenen azellulären Dermis-Transplantaten gewährleistet sein – so wie das Vorhandensein allogener Röhrenknochensegmente für die Rekonstruktion ausgedehnter Hartgewebedefekte. Statt der bisher jährlich abgegebenen rund 80 allogenen Unterschenkelknochen-Transplantate, die das gemeinnützige Institut beispielsweise für die Versorgung von Motorradverunfallten oder Knochenkrebspatientinnen und -patienten bereitstellt, könnte der Bedarf an diesen humanen Transplantaten drastischansteigen – von 80 pro Jahr auf 80 pro Monat.
Entscheidend ist die Gewebespende
Mit dem Neubau investiert das DIZG gezielt in die Zukunft der medizinischen Versorgung. Die neue Produktionsstätte wird es ermöglichen, die Kapazitäten erheblich auszuweiten. „Wir werden künftig jährlich weitere 80.000–160.000 Allografts herstellen können, zusätzlich zu den rund 85.000 Transplantaten, die wir im Jahr 2026 für die Patientenversorgung bereitstellen“, erläutert Jürgen Ehlers, Geschäftsführer des DIZG. „Doch die Grundlage unserer Tätigkeit bleibt die Gewebespende. Die postmortale Gewebespende kann nur geschehen bei den klinischen Maximalversorgern, in Universitätskliniken, in rechtsmedizinischen Instituten oder durch die Gewebeeinrichtungen, die im klinischen Umfeld bisher z. B. auf die Cornea-Spende fokussiert sind.“
„Hier muss dringend seitens der ärztlichen und kaufmännischen Klinikvorstände und Geschäftsführungen und aller weiteren Beteiligten die Umsetzung und Ausweitung der postmortalen muskuloskelettalen Gewebespende engagiert unterstützt werden“, stellte GOSA Dr. med. Hoffmannabschließend fest.
Der Bedarf an humanen Transplantatenübersteigt nach wie vor deutlich das verfügbare Angebot. Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten langfristig sicherzustellen – im Alltag ebenso wie im Krisen- oder Verteidigungsfall –, ist ein verstärktes Engagement von Kliniken und Instituten der Rechtsmedizin für dieGewebespende unerlässlich.
Das gemeinnützige Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) ist ein Arzneimittel-hersteller mit Sitz in Berlin und zählt zu den größten pharmazeutisch und biotechnologisch orientierten Non-Profit-Einrichtungen dieser Art in Europa. Durch wegweisende Forschung in der Zell- und Gewebekonservierung entwickelt das DIZG innovative Lösungen für den medizinischen humanen Zell- und Gewebeersatz. Mit den autologen Keratinozyten-Transplantaten bietet das DIZG als einzige Einrichtung deutschlandweit Verbrennungszentren eine lebensrettende Therapieoption für Schwerbrandverletzte.
Das Ziel ist es, möglichst vielen Menschen mit schwersten Gewebedefekten eine verbesserte Heilungsperspektive zu bieten. Aus diesem Grund fördert das Institut die Gewebespende und entwickelt die Vielfalt der Transplantate mit einer eigenen F&E-Abteilung stetig weiter.
Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat das DIZG fast eine Million allogene Gewebetransplantate für medizinische Behandlungen abgegeben. Das DIZG ist eine Schwestereinrichtung der US-amerikanischen MTF Biologics, der weltweit größten Non-Profit-Gewebebank. Mehr Informationen unter www.dizg.de.
Das gemeinnützige Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) ist ein Arzneimittel-hersteller mit Sitz in Berlin und zählt zu den größten pharmazeutisch und biotechnologisch orientierten Non-Profit-Einrichtungen dieser Art in Europa. Durch wegweisende Forschung in der Zell- und Gewebekonservierung entwickelt das DIZG innovative Lösungen für den medizinischen humanen Zell- und Gewebeersatz. Mit den autologen Keratinozyten-Transplantaten bietet das DIZG als einzige Einrichtung deutschlandweit Verbrennungszentren eine lebensrettende Therapieoption für Schwerbrandverletzte.
Das Ziel ist es, möglichst vielen Menschen mit schwersten Gewebedefekten eine verbesserte Heilungsperspektive zu bieten. Aus diesem Grund fördert das Institut die Gewebespende und entwickelt die Vielfalt der Transplantate mit einer eigenen F&E-Abteilung stetig weiter.
Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat das DIZG fast eine Million allogene Gewebetransplantate für medizinische Behandlungen abgegeben. Das DIZG ist eine Schwestereinrichtung der US-amerikanischen MTF Biologics, der weltweit größten Non-Profit-Gewebebank. Mehr Informationen unter www.dizg.de.
Datum: 28.01.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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