Eckpunkte zur Novelle des Baugesetzbuchs: Deutsche Umwelthilfe fordert Fokus auf Umbau, Flächenschutz und lebenswerte Städte

(ots) -
- Baugesetzbuch muss zum Umbau-Gesetzbuch weiterentwickelt werden: Innenentwicklung, Bestandsnutzung und Ressourcenschutz verbindlich verankern
- Lebenswerte und klimaresiliente Städte brauchen rechtliche Instrumente, die Flächenverbrauch begrenzen, Versiegelung reduzieren und Klimaanpassung verpflichtend machen
- Umwelt- und Beteiligungsstandards sichern statt abbauen: Beschleunigung darf nicht auf Kosten von Klima, Gesundheit und demokratischer Mitwirkung gehen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert anlässlich des angekündigten Eckpunktepapiers zur Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) Ende Januar einen grundlegenden Kurswechsel in der Stadt- und Siedlungsentwicklung. Statt einseitig auf Neubau und Verfahrensbeschleunigung zu setzen, muss das BauGB zum zentralen Instrument für Klimaschutz,Ressourcenschonung und den verantwortungsvollen Umgang mit der Lebensgrundlage Boden weiterentwickelt werden. Umbau, Sanierung und Umnutzung des Bestands müssen zum Regelfall werden. Ein zukunftsfähiges BauGB muss Innenentwicklung verbindlich priorisieren, Abrisse begrenzen und Ressourcenschutz als gleichrangigen Leitgrundsatz verankern. Gleichzeitig braucht es starke Kommunen mit klaren rechtlichen Instrumenten. Nur wenn Städte und Gemeinden Flächenverbrauch wirksam steuern, Versiegelung reduzieren und Klimaanpassung verbindlich umsetzen können, entstehen langfristig lebenswerte und resiliente Quartiere.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:"Die Bundesregierung steht bei der Novelle des Baugesetzbuchs vor einer Richtungsentscheidung: Entweder sie setzt denüberholten Neubau-Fokus fort oder sie nutzt diese Reform, um das Baugesetzbuch endlich auf Klimaschutz, Ressourcenschonung und lebenswerte Kommunen und Städte auszurichten. Ein rückwärtsgewandtes Baugesetzbuch, das weiter Flächenverbrauch, Abriss und Versiegelung begünstigt, verschärft die Klima- und Ressourcenkrise und treibt langfristig die Kosten für Kommunen und Gesellschaft in die Höhe. Umbau und Bestandsentwicklung schaffen schneller, günstiger und sozial verträglicher neuen Wohnraum als immer weiterer Neubau auf der grünen Wiese. Darum braucht es jetzt einen echten Paradigmenwechsel: Umbau und Bestandsentwicklung müssen zum Regelfall werden, Neubau zur begründeten Ausnahme. Das Baugesetzbuch muss zum Umbau-Gesetzbuch weiterentwickelt werden. Nur so wird das Baugesetzbuch den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht. Eine weitere Absenkung von Umwelt- und Beteiligungsstandards darf es nicht geben."
Links:
Zum DUH-Forderungspapier"Forderungen an die Novelle des Baugesetzbuches - für lebenswerte Städte, Klimaschutz und Ressourcenschonung": https://l.duh.de/p260127a
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
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Datum: 27.01.2026 - 09:49 Uhr
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