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Stabile Arzneimittelversorgung in Europa braucht faire Preise und zukunftsfähige Vergaberegeln / Pharma Deutschland begrüßt Parlamentsbericht zum Critical Medicines Act

ID: 2225748

(ots) - Pharma Deutschland begrüßt den gestern verabschiedeten Bericht des Europäischen Parlaments zum Critical Medicines Act (CMA). Das EU-Parlament setzt damit ein wichtiges politisches Signal für eine resilientere Arzneimittelversorgung in Europa und stärkt insbesondere den Ansatz, öffentliche Beschaffung stärker an Versorgungssicherheit, Produktionsstandorten und resilienten Lieferketten auszurichten.

"Das Europäische Parlament erkennt an, dass Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif zu haben ist", erklärt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland."Die klare Betonung von Vergabekriterien jenseits des reinen Preises ist ein entscheidender Schritt, um Investitionen in europäische Produktionskapazitäten und robuste Lieferketten tatsächlich wirksam zu machen."

Besonders positiv bewertet Pharma Deutschland, dass der Parlamentsbericht eine verbindlichere Anwendung des MEAT-Prinzips (Most Economically Advantageous Tender) vorsieht.Öffentliche Auftraggeber sollen demnach neben dem Preis auch qualitative Kriterien berücksichtigen, etwa Versorgungssicherheit, Lieferkettenresilienz und Diversifizierung der Bezugsquellen.

Damit hebt sich das EU-Parlament deutlich von der bisherigen Position der Mitgliedstaaten ab, die auf eine Abschwächung verbindlicher Vergabekriterien hinausläuft. Aus Sicht von Pharma Deutschland greift dieser Ansatz zu kurz."Wer europäische Produktion und Resilienz fordert, muss diese auch vergütungs- und vergabeseitig absichern", so Brakmann."Dauerhaft zu niedrige Preise untergraben genau jene Investitionen, die der Critical Medicines Act eigentlich fördern soll."

Vor diesem Hintergrund sieht Pharma Deutschland im Parlamentsbericht auch eine wichtige Brücke zum laufenden Pharmadialog in Deutschland. Um Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken, ist aus Sicht des Verbandes das Rabattvertragssystem im Sinne der EU-Parlamentsposition schnellstmöglich weiterzuentwickeln.




"Der Parlamentsbericht ist gerade jetzt ein wichtiges Signal und zeigt, dass das Parlament die Pharmaindustrie als strategischen Sektor anerkennt", betont Brakmann."Jetzt kommt es darauf an, dass Parlament, Rat und EU-Kommission im Trilog zu einem Ergebnis kommen, das faire Preise, resiliente Beschaffung und eine verlässliche Arzneimittelversorgung in Europa zusammenbringt, und dass diese Leitplanken auch national, etwa im Pharmadialog, konsequent aufgegriffen werden."

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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.

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T. +49 170 4548014
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Datum: 21.01.2026 - 09:50 Uhr
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