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Agoraphobie - Wenn die Angst auf den Bauch schlägt

ID: 205304

Wer unter Angst- und Panikattacken leidet, trägt ein erhöhtes Reizdarmrisiko


(IINews) - Patienten, die unter Agoraphobie leiden, leiden mitunter auch an einem Reizdarm. Es ist daher anzunehmen, dass es eine Verbindung zwischen den beiden Erkrankungen gibt. Agoraphobie bezeichnet man als eine Überreaktion einer Angst vor bestimmten Situationen und Orten, aus denen der Betroffene kein Entkommen sieht. Typische angstauslösende Situationen sind: Große offene Plätze zu begehen, Straßenkreuzungen zu überqueren, Geschäfte zu betreten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, sich in große Menschenmengen zu begeben oder in Fahrstühlen mit fremden Personen zu fahren. Das Gefühl nicht schnell genug aus dieser vermeintlichen Gefahrenzone herauszukommen, in einen für ihn sicheren Ort zu gehen, ist ein prägnantes Symptom dieser Krankheit. Patienten, die unter diesen Angstzuständen leiden, versuchen deshalb diese Situationen möglichst zu vermeiden. Sie sind ständig damit beschäftigt eine Vermeidungstaktik aufzubauen um nicht die Kontrolle und Sicherheit zu verlieren. In einer Angst- und Paniksituation reagiert der Körper häufig mit folgenden Symptomen: Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Atemnot, starkes Schwitzen, zittern, Druckgefühl auf der Brust und Darmproblemen. Eine unregelmäßige Darmentleerung empfindet der Betroffene als eine weitere psychische und physische Belastung. Hierbei handelt es sich wohlmöglich um einen Reizdarm, der zu Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Leben führt. Der Beweglichkeitsradius ist somit stark eingeschränkt, denn die Agoraphobie und die Reizdarmsymptome erschweren den Betroffenen sich an unbekannte Orte zu begeben. Das Denken kreist ständig, wie an einen "angstfreien" Ort zu gelangen, mit nächstgelegener WC-Einrichtung. Agoraphobie kann durch Konfrontations- und Verhaltenstherapie und zusätzlicher Gabe von Antidepressiva-Medikamente behandelt werden. Auch der Reizdarm profitiert von positiven Einflüssen einer psychotherapeutischen Behandlung. Zusätzlich kann der Darm, auf ganz unkomplizierte Weise, durch eine einfache Ernährungsumstellung auf Low Carb-weniger Kohlenhydrate- unterstützt werden. In vorgefertigten und zumeist mit stark zuckerverarbeiteten Lebensmitteln stecken häufig zu viele Kohlenhydrate, und lösen bei einem Reizdarm Durchfälle aus.



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Die Autorin Beuke wurde 1964 in Bremen geboren und arbeitete mehrere Jahre im Lebensmittelbereich. Seit über 20 Jahren ist sie vom Amtsgericht Bremen als Betreuerin für eine behinderte Person eingesetzt und ist desweiteren in einer kirchlichen Gemeinde ehrenamtlich tätig. Zusätzlich betreut sie ältere Menschen zu Hause und hilft ihnen ihren Alltag zu bewältigen. Nebenbei schreibt sie Bücher über kohlenhydratarme Ernährung. "Meine verträgliche Küche", "unhaltbare Zustände", "Internationale -Low Carb- Gerichte".



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Sabine Beuke
Kasseler Str. 46
28215 Bremen
info.beuke(at)googlemail.com



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Sabine Beuke
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Datum: 31.05.2010 - 13:50 Uhr
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