Kindersicherheit in neuen Mobilitätsformen sicherstellen

14.01.2020 - 10:07 | 1784775


Artikel von TÜV SÜD AG

Fachkonferenz "Protection for Children in Cars" bei TÜV SÜD

(LifePR) - Uber oder Lyft, automatisiertes Fahren ? neue Formen der Mobilität bringen große Herausforderungen für die Kindersicherheit in und außerhalb des Autos. Die TÜV SÜD Akademie bot mit der 17. Internationalen Konferenz ?Protection for Children in Cars? Fachleuten ein Forum, Forschungsergebnisse und Meinungen dazu auszutauschen. Die 150 Experten aus 23 Ländern aller Kontinente informierten sich auch über aktuelle Veränderungen bei Rückhaltesystemen und verfeinerte Möglichkeiten für Tests.
Kindersitze haben in den vergangenen Jahren bedeutende Verbesserungen erfahren. Einfachere Handhabung und mit Isofix vorbereitete Autos führen dazu, dass die gefährlich falsche Anwendung (?Misuse?) seltener wird. Bedeutende Verbesserungen brachte die nunmehr vollständig in Kraft getretene Zulassungsvorschrift ECE R 129 auch für ältere Kinder, die auf Sitzerhöhungen (?Booster?) reisen.
?Wir müssen aber alles daransetzen, diesen hohen Standard zu halten?, mahnte Prof. Dr. Klaus Langwieder, langjähriger Vorsitzender der Konferenz. Dies gelte vor allem auch für gänzlich neue Fahrzeugtypen. Womöglich unterschätzten Eltern in Zukunft die Gefahren für ihre Kinder, wenn diese ohne ausreichenden Schutz in voll automatisierten Autos unterwegs sind. Auch wenn diese so genannten ?People Mover? oder ?Robotaxis? nur langsam führen, seien sie doch im Mischverkehr mit deutlich schnelleren konventionellen Autos dem gleichen Risiko ausgesetzt wie derzeit. Für zukünftige Innenraumkonzepte, bei denen eventuell die Insassen in variabler Richtung orientiert reisen können, gibt es heute noch keine Kindersitze. Es sind nach Ansicht etlicher Experten auch neue Möglichkeiten zur Fehlbedienung zu befürchten. Langwieder, den eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit TÜV SÜD verbindet, ermunterte die Experten für Kindersicherheit deshalb, die Revolution der Mobilität von Anfang an zu begleiten.
Zufrieden zeigten sich die Fachleute mit den in hochentwickelten Ländern erzielten Fortschritten der vergangenen Jahre. Sitze und Sitzerhöhungen der neuen Norm ECE R 129 orientieren sich nunmehr an der Größe der Kinder und nicht mehr am Gewicht. Sie passen daher besser zur körperlichen Entwicklung. Zudem ist ein optimales Zusammenwirken mit inzwischen üblichen Sicherheitssystemen wie Seitenairbags gewährleistet. Weiterhin zeigten mehrere Vorträge eindrucksvoll auf, welches Sicherheitspotenzial im so genannten Stützbein bei vorwärts gerichteten, mit eigenen Gurten versehenen Isofix-Sitzen steckt. Die Belastung von Kopf und Halswirbelsäule reduziert sich bei einem Unfall um rund die Hälfte.


Ein Autohersteller präsentierte auf der Konferenz den Prototyp eines Sitzes, der sogar einen eigenen Gurtstraffer und verstärkten Seitenaufprallschutz hat. Darüber hinaus verfügte das Studienobjekt über ein Kamera-gestütztes System, das im Fall einer Fehlbedienung Alarm schlägt. Als internationale Konferenz befasste sich ?Protection for Children in Cars? aber nicht nur mit solchen hochentwickelten Lösungen, sondern auch mit der Situation auf anderen Kontinenten. Weltweit gesehen sind Verkehrsunfälle nämlich immer noch die häufigste Todesursache zwischen fünf und 29 Jahren. Referenten aus Lateinamerika berichteten von vielen nur eingeschränkt tauglichen Angeboten an Kinderrückhalte-Systemen in ihren Ländern.
Doch auch in Europa sind noch Fortschritte möglich. Dies verdeutlichte eine Zahl, die der Repräsentant der EU-Kommission für Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität, Matthew Baldwin, vortrug. Danach ist das Risiko von Kindern, bei einem Verkehrsunfall im Auto zu Tode zu kommen, in Rumänien siebenmal höher als beim europäischen Primus Schweden. Umso mehr freuten es die Organisatoren und TÜV SÜD Akademie, dass erstmals ein Teilnehmer aus Rumänien an der Konferenz teilnahm.
 

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 24.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuvsud.com/de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 24.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuvsud.com/de


Weitere Infos zum Artikel:
http://

1784775

Kontakt-Informationen:
Vor- / Nachname: TÜV SÜD AG

Stadt: 01.2020 (lifePR) - Car Sharing



Dieser Artikel wurde bisher 17 mal aufgerufen.

Verlinkung-Tipps:



Direkter Link zu diesem Artikel:




Diese Pressemeldung bookmarken bei...


Tausendreporter BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews Technorati

Über einen Link auf Ihrer News-, Presse- oder Partner-Seite würden wir uns sehr freuen.


Hiermit versichert der Erfasser, dass der eingestellte Artikel der Wahrheit entspricht. Er ist frei von Rechten Dritter und steht zur Veröffentlichung bereit. Die Haftung für eventuelle Folgen (z.B. Abmahnungen, Schadenersatzforderungen etc.) übernimmt der Eintrager und nicht internet-intelligenz.de


[ Anfrage per Mail | Fehlerhaften Artikel melden | Druckbare Version | Diesen Artikel an einen Freund senden ]

Schrottabholung Siegburg als Fachmann die schnelle und unkomplizierte
Der kleine Jando entdeckt 2020 die Weisheit des Regenborgens
Straßensperrung der Ortsdurchfahrt Dirlammen
Zuspruch der Golfanlagen zum Projekt "Lebensraum Golfplatz - Wir fördern Artenvielfalt" übertrifft die Erwartungen
VeggieWorld: Die Messe für den veganen Lebensstil vom 07.-09. Februar in Wiesbaden

Alle Artikel von TÜV SÜD AG RSS Feed

Straßensperrung der Ortsdurchfahrt Dirlammen
Sensortechnologien im Automobil
Rheinmetall Automotive liefert Pumpen für Elektrofahrzeuge
Sortiment RepCon
Abgasskandal: Mercedes ML 350 (Euro 6) bekommt Diesel Software-Update





Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog Top Liste - by TopBlogs.de