Zwischen kuriosen Traditionen und spektakulären Events

09.11.2018 - 09:44 | 1668759


Artikel von piroth.kommunikation

Uraltes Stärke-Ritual, eiskalte Mutprobe, funkelnder City-Lauf, kuriose Blutwurst-Tradition oder gruselige Masken-Schau: Mit ausgefallenen Veranstaltungen und einzigartigen Bräuchen wird der Start in 2019 garantiert nicht langweilig. Von Januar bis März strömen Brauchtum-Fans und Athleten gen Fichtelgebirge, Chiemsee-Alpenland, ZweiTälerLand, Bayerisch-Schwaben oder sogar Island und genießen das bunte Spektakel der abwechslungsreichen Feierlichkeiten.

Stärke antrinken im Fichtelgebirge
Im Fichtelgebirge wird das neue Jahr mit einem uralten fränkischen Brauch begrüßt – das Stärke antrinken. Am 6. Januar versammeln sich Freunde und Familie traditionell in geselliger Runde, um sich mit regionalem Bier oder speziellem Starkbier gegen Unheil zu wappnen und so Kraft und Gesundheit für die kommende Zeit zu tanken. Damit die Stärke auch alle 12 Monate vorhält, wird für jeden Monat des Jahres ein Starkbier getrunken. Da bis 1691 der 6. Januar den Beginn des neuen Jahres markierte, findet der Brauch auch heute noch an diesem Tag statt. Die Franken nennen diesen Tag auch Großneujahr, Hochneujahr oder „Öberschder“. Gefeiert wird in Gaststätten oder großen Brauhäusern und so können auch Gäste diese regionale Tradition einmal live erleben.

Eiskaltes Highlight für Wasserratten im Chiemsee-Alpenland
Nichts für Weicheier: Das PRIENAVERA Erlebnisbad im Chiemsee-Alpenland läutet das neue Jahr mit dem „Eiskönig“-Wettbewerb ein. Am Samstag, den 26. Januar 2019 treffen sich hier alle Mutigen zum Eisschwimmen. Im Strandbad des PRIENAVERA erleben Zuschauer hautnah wie sich die Schwimmer in die klirrend kalten Fluten des Chiemsees stürzen. Vor der beeindruckenden Kulisse der schneebedeckten Chiemgauer Berge kämpfen nicht nur deutsche Spitzensportler, sondern auch ambitionierte Hobbyschwimmer um den Titel „Chiemsee Eiskönig bzw. Eiskönigin“. Gewinner ist, wer mit seiner Zeit-Addition aus beiden Wettkampfdisziplinen – 50 Meter Freistil und 250 Meter Freistil – am nächsten am errechneten Mittelwert aller 250 Meter Zeiten liegt.

Zum Lichterspektakel nach Island: der Northern Lights Run
Ein besonderes Highlight erwartet Islandreisende am 9. Februar 2019 in Reykjavik: Am Abend starten Sportfans hier für einen Stadtlauf der anderen Art. Denn während des Northern Lights Runs erstrahlt die isländische Hauptstadt im wahrsten Sinne des Wortes in einem völlig neuen Licht. Die Rennstrecke führt die Läufer, begleitet von modernen Beats und rhythmischen Klängen, vorbei an den bedeutendsten Gebäuden der Stadt wie der Hallgrimskirche oder dem Konzerthaus Harpa – alle kunstvoll illuminiert und spektakulär in Szene gesetzt. Mit leuchtenden Accessoires werden die Teilnehmer sogar selbst Teil des inszenierten Stadtbildes und erhellen gemeinsam den Nachthimmel. Interessierte integrieren das Event einfach in ihre Islandreise „Mietwagenreise am Polarkreis“ mit Katla Travel.



„Blunzensieden“ in Bayerisch Schwaben
Am Samstag, den 23. Februar 2019, lockt Lauingen an der Donau in Bayerisch-Schwaben wieder mit einer Riesenblutwurst der Extraklasse. Was es mit dem kuriosen Brauch auf sich hat? Der geschichtliche Ursprung des Events findet sich in der Lauinger Sagenwelt: Lauinger Metzger produzierten damals eine Riesenblutwurst (Blunzen), die in keinen der Siedekessel passte. Unter der fälschlichen Annahme, die winterlich dampfende Donau hätte dieselbe Temperatur, hängten sie den Blunzen zum Sieden in den Fluss. Sobald das benachbarte Dorf Faimingen davon erfuhr, umwickelten die Bewohner die Räder eines Karrens mit Filz, zogen selbst Filzpantoffeln an und machten sich so geräuschlos auf, um die Riesenblutwurst zu stehlen. Noch heute haben die Lauinger den Spitznamen „Blunzen“ und die Faiminger werden „Filkärra“ genannt. Traditionell im Februar jeden Jahres wird das „Blunzensieden“ begleitet von Faschingsmusik auf der alten Donaubrücke in Lauingen aufgeführt. Beim anschließenden Schlachtfest werden Würstchen und Blunzen in zahlreichen Variationen serviert.

Masken-Spektakel zur „Fasnet“ im ZweiTälerLand
Zur Fasnacht oder auch „Fasnet“ ziehen an insgesamt drei aufeinanderfolgenden Tagen die typischen Elzacher „Schuttig“ mit Musikkapellen durch Elzach im ZweiTälerLand. Der sogenannte Schuttig ist die traditionelle Elzacher Fasnetsfigur. Bekleidet mit einem roten Zottelanzug, einem mit Schneckenhäusern geschmückten Dreispitz-Strohhut und einer schweren hölzernen Maske – der sogenannten „Larve“ – werden die Elzacher Männer an diesen Tagen zum Schuttig. Jeder hat seine ganz eigene Larve, denn sie unterscheiden sich in zahlreichen individuellen Details. Die Maske darf zur Fasnet in der Öffentlichkeit nicht abgenommen werden – hierfür gibt es dann spezielle „Schuttig-Zimmer“. Fasnachts-Fans kommen in Elzach ganz auf ihre Kosten, denn hier im Herzen des Schwarzwaldes wird der Brauch noch genauso begangen wie schon vor 100 Jahren.

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