Warum ist es so schwer, den Fußball-WM-Titel zu verteidigen? 7 Erkenntnisse für Stressbewältigung und Erfolg von Gewinnerteams

21.06.2018 - 11:05 | 1623294


Artikel von Dr. Ilona Bürgel

Meine Empfehlung lautet: Egal, ob man Fußballfan ist oder nicht - es lohnt sich, einmal über die Titelfrage nachzudenken. Wir könnten viel lernen über Stress am Arbeitsplatz und die Steigerung von Mitarbeitermotivation. Die Einheit von Leistung und Wohlbefinden steht sowohl hinter dem Erfolg bei der Fußball-WM, als auch im eigenen Job.

Eines vorab: Erfolg lässt sich nicht garantieren. Was braucht man, um eine Spitzenleistung wie den WM-Titel zu wiederholen? Und warum gelingt dies nicht? Seit 1962, nachdem Brasilien den Titel verteidigt hatte, ist dies keiner Fußballmannschaft gelungen.


1. Das Weltmeisterteam hat etwas zu verlieren
… die anderen etwas zu gewinnen. Verlustangst löst im Gehirn negativen Stress aus, den es erst einmal durch Perspektivwechsel zu kontrollieren gilt.

2. Persönliche Ziele können mit dem Teamziel konkurrieren
Spieler müssen ständig daran arbeiten, ihre Attraktivität für einen neuen Käufer zu erhöhen oder mindestens zu erhalten, um für ihre aktuelle Heimmannschaft interessant zu bleiben. In der blitzschnellen Entscheidung, den Ball im richtigen Moment an jemand anderen, der das Tor schießt, abzugeben, könnte das individuelle Ziel stärker wirken.

3. Die Arbeitsmotivation bestimmt die Stresswirkung
Fußballer auf WM-Niveau werden außerordentlich gut für ihre Arbeit bezahlt. In einer Krankenkassenstudie zur Wirkung von Arbeitsmotivation wurde unterschieden zwischen Genussarbeitern und Broterwerbsarbeitern. Letztere sind anfälliger für Stress, Depression und Erschöpfung. Das Ziel, mit dem jemand zur Arbeit geht, hier: aufs Feld läuft, bestimmt, wie stark sich äußerer Druck auswirkt.

4. Überforderung kostet Leistung
Auch Fußballer werden älter. Selbst wenn sie von außen betrachtet noch jung sind. Mit den Arbeitsjahren sinkt in unserer heutigen Welt die Leistungsfähigkeit. Und zwar nicht, weil es ein „Naturgesetz“ des Alterns wäre. Sondern, weil sich die Jahre der Überforderung, der Überanstrengung ohne angemessenen Ausgleich summieren. Dies umso mehr, wenn mit einem Körper so aggressiv umgegangen wird, wie dies bei Fußballern der Fall ist.

5. Leistungsfähigkeit macht manchmal, was sie will
Vor allem nach Verletzungen. Die WM-Fußballer haben die besten Trainer, mentalen Coaches, Köche, Physiotherapeuten, Ärzte usw. Und doch ist der Körper nicht komplett berechenbar. Die Gefahr ist groß, dass man sich zu früh überfordert und die Leistung wieder sinkt.

6. Erfolg beginnt wirklich im Kopf
Auch wenn man Spitzensportler ist, reagiert man menschlich. Es kann schwerfallen, sowohl mit plötzlichem großen Erfolg, der medialen Aufmerksamkeit, dem vielen Geld, als auch mit Enttäuschungen und Beschimpfungen der Fans, dem eigenen Versagen usw. sofort klar zu kommen. Sowohl Übermut als auch Zweifel werden von jedem Mannschaftsmitglied mit aufs Feld genommen. Anders als in einem Büro kann man eben nicht sagen: Ich komme heute mal später, weil ich nicht so gut drauf bin. Der Anpfiff ist jetzt.



Zu lernen, positiver und stressresistenter zu denken, gelingt Ihnen schon mit 10 Minuten Aufwand pro Tag.(siehe Link).. .

7. Erwartungen sollten relativiert werden
Wie war es das letzte Mal life im Zirkus, Theater oder Konzert? Ich stelle immer wieder fest, dass die vielen Medien wie Fernsehen, Youtube oder DVDs unsere Erwartungen ins Unermessliche steigern. Weil wir ständig Höchst- und Bestleistungen konsumieren, schätzen wir eine kleinere Einzelleistung nicht mehr. Eine Spitzenleistung genau zu einem bestimmten Zeitpunkt abrufen zu können, ist zwar trainier-, aber nicht garantierbar.

Fazit:
Der Zufall gehört zu Spitzenleistungen genauso wie die Vorbereitung. Wir leben in einer Welt, in der wir alles kontrollieren und vorherbestimmen wollen. Auf das rechte Maß kommt es an. Ziele zu haben und sich dafür einzusetzen und mit Demut zu akzeptieren, nicht alles in der Hand zu haben. Und Leistung auch dann (an)zu erkennen, wenn sie nicht zum ersehnten Ergebnis führt. Ich wünsche unserem Team das bestmögliche Ergebnis.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Diplom-Psychologin Dr. Ilona Bürgel zählt zu den führenden Vertretern der Positiven Psychologie im deutschsprachigen Raum. Wie ein roter Faden zieht sich die Einladung zu einem Perspektivwechsel durch ihre Arbeit – weg von der Fixierung auf äußere Bedingungen in unserer sich ständig ändernden Welt, hin zum guten Umgang mit sich selbst. Die gefragte Referentin und Buchautorin zeigt Ihnen ganz praktische Wege, wie es auf Dauer möglich ist, Leistung und Wohlbefinden miteinander zu verbinden. Nach 15 Jahren in Führungspositionen der freien Wirtschaft ist sie heute erfolgreiche Referentin, Beraterin, Autorin und Kolumnistin. Sie wurde vom Ministerium für Wirtschaft und Energie als Vorbildunternehmerin ausgezeichnet. Dr. Ilona Bürgel liebt Schokolade und Musik.


Leseranfragen:
Dr. Ilona Bürgel
Martina Jänich
An der Dreikönigskirche 10
01097 Dresden
Tel. 0351 8106680
Fax 0351 4700115
buero(at)ilonabuergel.de

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