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Cent-Auktion: Einer spart, alle zahlen!

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(LifePR) - Eine Cent-Auktion ist eine Onlineauktion, bei der jedes Gebot kostenpflichtig ist. Bei dem auch All-Pay-Auktion genannten Verfahren bezahlen alle Teilnehmer. Auch jene, welche einen Artikel gar nicht erwerben können. Das Verfahren entspricht also eher einem Glücksspiel als einer Auktion. Daher beschäftigen sich auch Sucht-Experten mit dem Thema und ARAG Experten warnen ausdrücklich vor diesem Trend, der im Internet immer häufiger angeboten wird. Kein Wunder: Die Veranstalter gewinnen immer! Anders als zum Beispiel bei Ebay, kostet bei einer Cent-Auktion jedes Gebot Geld. Um mitbieten zu können, müssen Nutzer zunächst so genannte Gebotspunkte kaufen. Die kosten bei einem führenden Anbieter beispielsweise bis zu 75 Cent. Bietet ein Nutzer, erhöht sich das aktuelle Gebot um nur einen Cent und er verliert einen Gebotspunkt. Wer bei einer Auktion nicht zum Zuge kommt, verliert auch die eingesetzten Bietpunkte und steht am Ende leer da. Derweil freut sich ein anderer über das durch alle anderen Nutzer finanzierte Schnäppchen. Selbst der Auktionsgewinner macht aber oft keinen guten Deal. Das zeigt eine einfache Rechnung am Beispiel eines tatsächlich ersteigerten Handys für einen Einzelhandelspreis von 650 Euro. Laut Anbieter hat der Bieter 742 Gebotspunkte eingesetzt, um das Handy zu ersteigern. Geht man von einem Punktepreis von 75 Cent aus, hat er also für das Bieten schon 556,50 Euro ausgegeben. Dazu kommen die 37,12 Euro die am Ende noch für das Smartphone offen standen. Insgesamt zahlt er also 593,62 Euro. Das ist zwar günstiger als der angegebene Einzelhandelspreis von 650 Euro - aber längst kein Megaschnäppchen. Der Endpreis von 37,12 Euro lässt darauf schließen, dass insgesamt 3.712 Gebote eingegangen sind. Der Anbieter hat für die gesamte Auktion eines einzigen Handys also für Gebote plus Endpreis 2.821,12 Euro eingenommen.




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Datum: 26.02.2015 - 09:54 Uhr
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