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Aktienmarkt Aktuell: Altweibersommer

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(LifePR) - Aktienanleger wähnen sich dank der Unterstützung durch die Notenbanken weiter auf der sicheren Seite. Angesichts hoher Bewertungen und rückläufiger Frühindikatoren fehlt aber die fundamentale Untermauerung.
Kursaufschwung fehlt Breite
Die international führenden Aktienindizes konnten im Vormonatsvergleich zum Teil deutlich zulegen.
EURO STOXX 50 und DAX, die noch im August spürbare Kurseinbußen erlitten hatten, eroberten die zwischenzeitlich sichtbar unterschritten 200-Tage-Linien zurück. Für viele charttechnisch orientierte Investoren dürften damit die Ampeln erst einmal wieder auf Grün umgesprungen sein. Auffällig ist allerdings, dass insbesondere hierzulande der Anstieg nicht mehr so breit getragen ist. Ein Drittel der DAX-Werte notiert unter der 200-Tage-Linie. Noch weniger überzeugend sieht es in der zweiten Reihe aus: Die Hälfte der MDAX-Werte bewegt sich unter der 200-Tage- Linie. Am US-Aktienmarkt haussieren ebenfalls nur noch die Blue-Chips, während den Small-Caps auch dort bereits die Puste auszugehen scheint. Dies ist erfahrungsgemäß ein Zeichen dafür, dass sich das fundamentale Umfeld für Aktien eintrübt.
Mangels Alternativen sehen sich viele Anleger indes gezwungen, den Aktienzyklus bis zuletzt auszureizen, zumal sie die Notenbanken noch lange Zeit auf ihrer Seite wähnen. Die vergleichsweise niedrige implizite Aktienmarktvolatilität dies- und jenseits des Atlantiks sind Ausdruck des Gefühls der Sicherheit unter den meisten Anlegern. Schließlich scheint der globale Liquiditätsstrom nicht abzureißen. Zwar beendet die US-Notenbank in Kürze ihr Anleihekaufprogramm. Dafür will nun die EZB ihre Bilanzsumme wieder spürbar ausweiten. Ob dies mit Blick auf die Aktienmarktentwicklung ähnlich erfolgreich sein wird wie die quantitative Lockerung der Fed, ist jedoch mit Fragezeichen zu versehen. Augenscheinlich war zumindest bislang kein wirklicher Zusammenhang zwischen der Bilanzsumme der EZB und der Kursentwicklung hiesiger Aktien zu erkennen. Vielmehr profitierten auch Euro-Aktien von den Liquiditätsspritzen der Fed. Angesichts der Währungsentwicklung waren Euro-Aktien für Anleger aus dem Dollar-Raum in diesem Jahr allerdings ein Verlustgeschäft.




Sollten sich die Euro-Abwertungserwartungen verfestigen, würde sich diese, für den Kursaufschwung wichtige Investorengruppe vermutlich eher zurückziehen.
Fundament zunehmend wackelig
Ohnehin ist der sogenannte "Draghi-Put" nicht zum Nulltarif zu haben. Die EZB reagiert vielmehr auf das schwache Wachstum und die Gefahr einer Deflation im Euroraum. Schließlich war bis zuletzt ein deutliches Übergewicht an negativen Konjunkturüberraschungen im Euroraum zu verzeichnen.
Selbst Frühindikatoren, die wie die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone erst nach Bekanntgabe der jüngsten gelpolitischen Maßnahmen der EZB erhoben wurden, befinden sich weiter im Rückwärtsgang. Damit haben sich auch die Gewinnperspektiven weiter eingetrübt. So überwiegen bei den Schätzungen für die Nettoergebnisse der DAX- und EURO STOXX 50-Unternehmen auf Sicht der kommenden zwölf Monate die Abwärtsrevisionen. Dass dieser kursdämpfende Effekt durch eine weitere Bewertungsexpansion ausgeglichen wird, ist nicht zu erwarten. Vielmehr zeigen frühere Zyklen, dass Anleger bei rückläufigen konjunkturellen Frühindikatoren Bewertungsabschläge fordern. Das jüngste Stimmungshoch an den Aktienmärkten dürfte sich somit kaum als nachhaltig erweisen.
Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.


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Datum: 19.09.2014 - 12:44 Uhr
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