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Letzter Schluck aus der Pulle

ID: 1065734


(LifePR) - Die Bären haben angesichts der scheinbaren Unverwundbarkeit von Aktien inzwischen resigniert. Jetzt wollen die Anleger beim DAX die 10.000 Punkte sehen. Dass er diese Hürde nachhaltig überschreitet, ist angesichts der sich bereits eintrübenden fundamentalen Gegebenheiten aber nicht zu erwarten.
Obwohl es in diesem Jahr schon einige Anlässe für deutlichere Kurskorrekturen gab, z.B. die Währungsturbulenzen in den Emerging Markets oder der Ukraine-Konflikt, zeigten sich die international führenden Indizes insgesamt robust und markierten zum Teil sogar neue Höchststände. Hat vor diesem Hintergrund unser für das Gesamtjahr eher skeptisches Aktienmarkt-Szenario noch Bestand?
Zur Erinnerung: Im Jahresausblick für 2014 prognostizierten wir, dass der DAX in der Spitze auf 10.000 Punkte steigen, bis Jahresende aber wieder unter 9.000 Punkte korrigieren würde.
Als Hauptargumente führten wir die Reife des Bullenmarktes, eine voraussichtlich hinter den Erwartungen zurückbleibende Gewinndynamik, bereits weitgehend ausgeschöpfte Bewertungsspielräume sowie den allmählichen Ausstieg der US-Notenbank aus dem Anleihenkaufprogramm an.
Sowohl der bisherige Kursverlauf als auch die Entwicklung der fundamentalen Einflussfaktoren bewegen sich im Rahmen unserer Erwartungen. Trotz deutlich erholter Frühindikatoren stagnieren bislang die Gewinne der DAX-Unternehmen im Vorjahresvergleich. Bei den durchschnittlichen Schätzungen für die kommenden 12 Monate überwiegen weiter die negativen Revisionen. Indessen signalisieren wichtige Frühindikatoren wie die Erwartungskomponente des ifo- Geschäftsklimaindex eine nachlassende Wachstumsdynamik. Dass die Nettoergebnisse der Unternehmen stärker als vom Konsens unterstellt (+8,2 %) steigen werden, ist somit unwahrscheinlich.
Da sich gleichzeitig die Bewertung selbst auf Basis der recht zuversichtlichen Schätzungen bereits am oberen Rand des Bewertungsbandes der vergangenen 10 Jahre befindet, ist aus fundamentaler Sicht kaum Spielraum für nachhaltig höhere Notierungen gegeben.




Technisch und marktpsychologisch getrieben ist gleichwohl ein zeitweiliges Überschreiten der 10.000-Punkte-Marke möglich. Schließlich "zwingen" steigende Notierungen insbesondere institutionelle Anleger in den Markt. Das Lager der Pessimisten ist andererseits eher überschaubar. Neben Investorenumfragen belegen dies auch die ausgesprochen niedrigen impliziten Aktienvolatilitäten (siehe Übersicht auf Seite 1). In der Vergangenheit waren solche Verhältnisse häufig Vorbote einer Korrektur. Wir raten daher weiterhin, antizyklisch Aktienpositionen abzubauen. Kritisches Risiko für unser Szenario ist die Politik der Notenbanken. Sollte die Fed länger als von uns unterstellt ihren expansiven Kurs fortsetzen und/oder die EZB sogar ein Anleihenkaufprogramm starten, würde dies zwar an den fundamentalen Gegebenheiten wenig ändern. Gleichwohl könnte die Liquiditätsschwemme zeitweilig zu Kursübertreibungen an den Aktienmärkten führen.

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Datum: 28.05.2014 - 13:57 Uhr
Sprache: Deutsch
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