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PR-Profi Michael Oehme: Springer-Verlag kämpft mit den Zahlen

ID: 1036793

Der Medienkonzern Axel Springer verzeichnet deutliche
Rückgänge bei Umsatz und Gewinn. Doch die digitalen Zuwächse
sollen das Geschäft ankurbeln

(IINews) - St. Gallen, 24.03.2014. Trotz des Verkaufs von Zeitungen und
Zeitschriften weist Axel Springer einen geringeren Umsatz und
Gewinn aus als im Jahr 2012. Laut eigener Auskunft des
Verlages ging der Umsatz im vergangenen Jahr auf 2,8
Milliarden Euro zurück – 2012 erwirtschaftete der Konzern noch
3,3 Milliarden Euro. Außerdem schrumpfte der Gewinn von
275,8 Millionen Euro auf 243,7 Millionen Euro. Nicht mehr in
die aktuelle Bilanz eingerechnet wurden die Verkaufserlöse
der Zeitungen und Zeitschriften an die Funke Mediengruppe.

Im Segment Bezahlangebote, das die journalistischen
Angebote "Bild" und "Welt" umfasst, schrumpfte der Umsatz
um 3,9 Prozent. Wachstum erzielte Springer dagegen mit
seinen Rubrikenmärkten wie dem 2013 erworbenen
Internetportal Immonet. Hier legte der Konzern um 22
Prozent beim Umsatz zu. Die Vermarktungsangebote, wie das
Preisportal idealo.de, wuchsen um 8,1 Prozent. "Wir wollen
weiter Akquisitionsmöglichkeiten nutzen", sagte Konzernchef
Matthias Döpfner. Die Finanzlage des Konzerns sei
komfortabel und lasse Zukäufe zu. Der Fokus liege vor allem
auf dem Internetgeschäft. Axel Springer treibt seit Jahren die
Entwicklung des Bereichs Digitale Medien – und somit den
Wechsel von traditionellen Print-Medien zum Online-Geschäft
– voran.

Weniger Optimismus verbreitete sich an der Börse. Die
Springer-Aktien gehörten am Vormittag mit einem Minus von
knapp viereinhalb Prozent auf 47,70 Euro zu den größten
Verlierern im MDax . Der Index mittelgroßer Werte gewann
zeitgleich 0,16 Prozent hinzu.

„Die massive Neuausrichtung des Medienkonzerns Springer
hat ein Erdbeben in der deutschen Journalie ausgelöst, denn
erstmals wurden in einem derartigen Umfang angestammte
Geschäftsbereiche aufgegeben, um den Bereich der
Bezahlangebote auszubauen. Hier geht es weniger um




aufklärenden unabhängigen Journalismus als vielmehr um
leicht konsumierbaren Kontext, der Menschen anziehen und
zu Kaufhandlungen bewegen soll. Dies kann man zu recht als
Quantensprung bezeichnen und folgt leider dem Trend nach
immer schwer bewertbaren Inhalten, die einem im Internet
geboten werden“, erklärt PR-Profi Michael Oehme.

In der Tat glaubt inzwischen ein nicht unerheblicher Teil der
Bevölkerung, die im Internet angebotenen Informationen
folgten dem gleichen Anspruch wie ausgewogener, bedachter
Journalismus und setzt den Wert der Informationen damit
gleich. Dies muss nicht immer stimmen. „Das Internet hat in
der Wahrnehmung eine derartige Macht bekommen, dass gut
auffindbare Beiträge als hochwertig eingestuft werden –
unabhängig, ob sie manipulativ sind oder gar eigenen
Interessen dienen“, so Oehme. Wichtig sei daher der Blick
aufs Impressum. „Fehlt dieses, sollte man in jedem Fall
skeptisch werden“, meint der PR-Profi. In Deutschland sei dies
ohnehin nicht erlaubt. Auch bei ausländischen Adressen, sollte
man zunächst vorsichtig sein. In den USA beispielsweise gäbe
es kaum eine Beschränkung im Hinblick auf die
Meinungsfreiheit. Unseriöse Plattformbetreiber nutzten diesen
Vorteil häufig, ungehemmt Diffamierungen zu veröffentlichen.


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Mittelstandsfinanzierungs und -beratungsgesellschaft. Der
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und eröffnet. Die Beratung wird ergänzt durch gezielte
Pressemaßnahmen sowie Internetaktivitäten, die die
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Datum: 24.03.2014 - 14:05 Uhr
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