Arbeiten, bis nichts mehr geht / Stress findet nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper statt und kann dort für ein Nährstoffdefizit sorgen (FOTO)

17.01.2020 - 10:00 | 1785823


Artikel von Protina Pharmazeutische GmbH



(ots) - Besser, schneller, mehr und am besten alles gleichzeitig -
viele Menschen sind von den steigenden Anforderungen des modernen Lebens
überfordert. Laut der Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse fühlen sich
sechs von zehn Menschen in Deutschland gestresst, knapp jeder vierte sogar
"häufig". Fast zwei Drittel der Befragten gaben außerdem an, dass sich ihr
Stresslevel in den letzten drei Jahren erhöht hat.

Platz eins auf der Liste der Stressfaktoren: Die Arbeit

Was aber ist die Ursache für die steigende Anspannung? Für einen großen Teil der
Menschen ganz klar die Arbeit - gefolgt von zu hohen Anforderungen an sich
selbst und zu vielen Freizeitterminen. Dass der Job Stressfaktor Nummer eins
ist, ist eigentlich auch kein Wunder: "Wir packen immer mehr Arbeit in immer
weniger Zeit. Die Taktung ist schneller geworden. Jeder erwartet sofort eine
Antwort, Mittagspause ist was für Weicheier, und wer um 18 Uhr geht, wird
gefragt: Arbeitest du Teilzeit?", berichtet die Heilpraktikerin und
Sachbuchautorin Uschi Eichinger, die in Weinheim eine Burnoutpraxis betreibt,
aus ihren Erfahrungen. Tatsächlich sind "zu viel Arbeit" sowie
"Termindruck/Hetze" auch in der Studie die meistgenannten Stressoren in
Zusammenhang mit dem Job.

Als Folge der ständigen Überbelastung haben stressbedingte Beschwerden in den
vergangenen anderthalb Jahrzehnten deutlich zugenommen, wie die Krankenkassen
verzeichnen. Als Anzeichen werden Erschöpfung, Antriebslosigkeit sowie eine
verringerte Leistungsfähigkeit im Job genannt.

Stress und Erschöpfung zeigen Nährstoffdefizit an

Trotz der allgemein anerkannten Zunahme der beruflichen Anforderungen lässt sich
aber nicht immer nur durch diese das Ausmaß der Stressbelastung und Erschöpfung
erklären. Mancher Manager fühlt sich bei einer 60-Stunden-Woche topfit, während
die deutlich weniger arbeitende Teilzeit-Bürokraft bereits mit 30 Arbeitsstunden


mehr als am Anschlag ist. Es kann also nicht die Arbeitsbelastung allein sein,
die an den Kräften zehrt. "Meist werden Stressprobleme heute rein als psychische
Probleme gesehen, aber das wird der Sache nicht gerecht", ist Uschi Eichinger
überzeugt. "Denn die Psyche spielt zwar eine wichtige Rolle, aber letztlich
findet der Stress ja im Körper statt."

Überforderung und Erschöpfung zeigen nämlich laut Eichinger oftmals ein
Nährstoffdefizit in den Zellen an. Diese sorgen mit ihrem Stoffwechsel dafür,
dass wir genügend Power haben, um unser tägliches Pensum zu bewältigen. Als
"Treibstoff" benötigen sie Nähr- und Vitalstoffe, die wir mit der Ernährung
aufnehmen müssen - umso mehr, je höher die Belastung ist. Geht der Treibstoff
aus, machen die Zellen schlapp. Und das passiert heute leider recht häufig. "Der
Organismus braucht Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die
stecken aber nicht ausreichend in Gummibärchen und Weißmehlbrötchen", erklärt
die Stressexpertin. "Dazu kommt, dass durch die ausgelaugten Böden heute in
vielen Nahrungsmitteln deutlich weniger Vitalstoffe stecken als früher.
Industriell stark verarbeitete Produkte enthalten ebenfalls nicht genug
Vitalstoffe. Das füllt den Bauch, aber die Zelle hungert."

Magnesium ist ein natürliches "Anti-Stress-Mineral"

Die Heilpraktikerin untersucht darum bei ihren Patienten immer auch die
Vitalstoffversorgung. Besonders im Blickpunkt steht das Magnesium. "Magnesium
ist neben Kalium der zweithäufigste Mineralstoff in unseren Zellen, und man
findet hier sehr häufig eine Unterversorgung", weiß Uschi Eichinger. Dabei sei
Magnesium gerade in anstrengenden Zeiten für den Körper unentbehrlich, denn es
spiele nicht nur eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen, sondern
reduziere auch die Freisetzung von Stresshormonen und wirke stressbedingten
Verspannungen entgegen.

Bei einer Magnesiumunterversorgung sei deshalb eine verminderte Stressresistenz
die unvermeidliche Folge. "Tatsächlich sehe ich bei meinen Burnout-Patienten,
dass fast jeder ein Magnesiumdefizit hat" so die Expertin. Um vorzubeugen,
sollten möglichst viele magnesiumreiche Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen:
"Gute Lieferanten sind zum Beispiel Vollkornbrot, Sonnenblumenkerne, Naturreis,
Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte und Spinat. Häufig kann aber auch eine
Nahrungsergänzung sinnvoll sein."

Für gute Nerven braucht es B-Vitamine

Magnesium ist im Körper außerdem für die Aktivierung von Vitamin B6
verantwortlich. Die B-Vitamine werden auch als "Nervenvitamine" bezeichnet, da
sie zu einer normalen Funktion des Nervensystems und des Energiestoffwechsels
beitragen. Zusammen mit Magnesium leisten B-Vitamine daher einen wichtigen
Beitrag zur Stressbewältigung. Das nutzt auch Uschi Eichinger in ihrer Praxis:
"Magnesium und B-Vitamine bekommt bei mir eigentlich jeder Patient, und ich
nehme sie auch selber ein". Sinnvoll und ausgewogen kombiniert sind die
Nährstoffe zum Beispiel in Magnesium-Diasporal Depot Muskeln und Nerven mit
hochdosiertem Magnesium und speziellem Vitamin B-Komplex - mehr Informationen
dazu gibt es unter www.diasporal.de.

Experteninterview: Beruf und Stress

5 Fragen und Antworten an die Heilpraktikerin und Stress-Expertin Uschi
Eichinger

Besser, schneller, mehr und am besten alles gleichzeitig - viele Menschen sind
von den steigenden Anforderungen des modernen Lebens überfordert. Laut der
Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse fühlen sich sechs von zehn Menschen
in Deutschland gestresst, knapp jeder vierte sogar "häufig". Fast zwei Drittel
der Befragten gaben außerdem an, dass sich ihr Stresslevel in den letzten drei
Jahren erhöht hat. "Wir packen immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit. Die
Taktung ist schneller geworden, für Pausen ist kaum noch Zeit", weiß die
Heilpraktikerin Uschi Eichinger, die in Weinheim eine Burnoutpraxis betreibt,
aus ihren Erfahrungen und verrät im Interview jetzt mehr.

1.) Was passiert bei Stress im Körper? Eigentlich ist Stress eine sinnvolle
Reaktion auf Gefahren - zum Beispiel wenn ein Raubtier wie der viel zitierte
Säbelzahntiger den Urmenschen bedrohte. Dann sendet das Gehirn ein Signal an die
Nebennieren, die daraufhin Stresshormone ausschütten. Diese versetzen den Körper
in den Hochleistungsmodus, um sämtliche Kräfte für Kampf oder Flucht zu
mobilisieren.

2.) Was hat die Flucht vor einem Raubtier mit dem Büro zu tun? Im normalen
Büroalltag gibt es zwar keine Säbelzahntiger, aber meckernde Chefs, drängelnde
Kunden oder hohe Aktenberge können vom Gehirn ebenfalls als Gefahr bewertet
werden. Geschieht das häufig, steht der Körper quasi unter
Dauer-Alarmbereitschaft. Irgendwann geht dann dem Organismus die Kraft aus,
Erschöpfung und Burnout sind die Folge.

3.) Gehen verschiedene Menschen unterschiedlich mit Stress um? Hier kommt es auf
die persönliche Resilienz an und auch auf die Frage, welche Situationen
eigentlich als Gefahr bewertet werden. So kann ein viel arbeitender Manager, der
Spaß an seinem Job hat und täglich zu Hause von seiner Frau frisch und gesund
bekocht wird, viel stressfreier sein als etwa eine alleinerziehende
Teilzeitkraft mit schlechten Arbeitsbedingungen, Geldsorgen und kaum Zeit zum
Regenerieren.

4.) Gibt es Unterschiede bei Frauen und Männern? Bei Männern habe ich
beobachtet, dass sie wohl auch wegen ihrer Sozialisation schlechter über
Probleme reden können. Sie wollen alles alleine regeln, fressen es in sich
hinein und fallen irgendwann um. Frauen dagegen haben eher das Problem, dass sie
überall perfekt sein wollen.

5.) Was kann man tun, um dem Stress besser zu begegnen? Man sollte dafür sorgen,
dass sich Anspannung und Entspannung abwechseln und dadurch ein Ausgleich
geschaffen wird. Auch regelmäßige Bewegung - am besten bei Tageslicht im Freien
- und eine gute Versorgung mit Vitalstoffen wie zum Beispiel Magnesium und
B-Vitaminen sind wichtig. Reichlich Magnesium ist zum Beispiel in Vollkornbrot,
Sonnenblumenkernen, Naturreis, Haferflocken, Nüssen, Hülsenfrüchten und Spinat
enthalten, B-Vitamine stecken vor allem in Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Am
besten sollte die Versorgung natürlich durch eine gesunde, vollwertige Ernährung
erreicht werden, aber oft braucht es auch eine Substitution (wie z.B.
Magnesium-Diasporal Depot, Apotheke) um den Bedarf zu decken.

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