Mobilität und Innovationen: Selbstfahrender "Olli"-Shuttle nimmt Betrieb in Turin auf

16.01.2020 - 19:52 | 1785725


Artikel von Local Motors



(ots) - Der Olli, ein selbstfahrender, elektrisch
betriebener und im 3D-Druck hergestellter Minibus, ist ein innovatives Produkt,
das für den städtischen Verkehr mit einem besonderen Augenmerk auf
Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit entwickelt wurde. In Turin beginnt heute das
Olli-Abenteuer mit einer viermonatigen Testphase. Während dieser Zeit soll der
Shuttle seine Transportdienste auf dem Campus des ITC-ILO anbieten.

Dass der Olli in die Hauptstadt des Piemont kommt, was zudem der erste Einsatz
dieser Art in Italien ist, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit auf
internationaler Ebene, an der die Stadt Turin, das ITC-ILO, Reale Mutua und
Local Motors beteiligt sind. Turin gehörte zu den Gewinnern der von Local Motors
ins Leben gerufenen "Olli Fleet Challenge". Bei diesem Wettbewerb zwischen
europäischen Städten sollte ermittelt werden, wo es die besten Bedingungen für
kurzfristige Einsätze im städtischen Verkehr gibt, um den selbstfahrenden
Shuttle zu testen. Bis Mai werden Mitarbeiter und Gäste auf dem Gelände des UN
ITC-ILO den Olli nutzen können, während das selbstfahrende Fahrzeug in dieser
Zeit wertvolle Informationen und Erkenntnisse aus dem Betrieb unter den realen
Bedingungen des städtischen Straßenverkehrs sammeln kann.

Die Idee dieser Initiative geht dabei weit über die Einführung einer
selbstfahrenden Technologie hinaus. Ziel ist auch, eine globale Lösung anbieten
zu können, mit der die Voraussetzungen für den Wandel hin zu einer Mobilität der
Zukunft geschaffen werden. Der jetzt beginnende Betrieb bedeutet nur eine
geringe Umweltbelastung, weil der Olli vom Versorgungspartner IREN großzügig mit
sauberer Energie versorgt werden wird. Der Konzern hatte erst kürzlich sein
Geschäftsmodell auf den Bereich elektrische Mobilität ausgedehnt. Diese
selbstfahrende Technologie, mit der die Verantwortung vom Menschen als Fahrer


auf Künstliche Intelligenz übertragen wird, ist eine Innovation, die jetzt
gründlich studiert und getestet werden kann - auch dank eines bedeutenden
Beitrags vom Hauptgeldgeber Reale Mutua.

Eine der einzigartigen Besonderheiten des Olli ist die Art und Weise, wie seine
Einzelteile produziert wurden: 80 Prozent der Teile stammen aus dem 3D-Drucker.
Turin war das besonders wichtig, weil dort am Kompetenzzentrum für die Industrie
4.0 derzeit an der Verbesserung einer ganz ähnlichen Technologie gearbeitet
wird. Bei dem Projekt kommen Forschungen und Innovationen zum Einsatz, die sich
um Themen wie Künstliche Intelligenz, Nutzerfreundlichkeit und Mobilität drehen
und von der Universität Turin unterstützt werden. Insbesondere ist hier das
Zentrum für transdisziplinäre Innovationen, das ICxT, involviert.

Die Inbetriebnahme des Olli auf dem Campus einer Institution der Vereinten
Nationen soll außerdem ein Helferteam umfassen, das aus jungen Bürgerinnen und
Bürgern sowie Studierenden von der Universität bestehen wird. Der Olli ist für
Menschen mit Behinderung leicht zugänglich und diese Funktion soll in
Zusammenarbeit mit dem Büro des Behindertenbeauftragten von Turin weiter
erforscht werden.

"Das International Training Center (ITC-ILO) verfolgt seit 1964 die Aufgabe,
menschenwürdige Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit für alle zu
schaffen. Der Betrieb des Olli kann als ein Beispiel dafür dienen, wie sich die
Arbeitswelt unter dem Druck technologischer, sozialer und ökologischer
Innovationen tagtäglich verändert, und darum ist es eine hervorragende
Gelegenheit für uns, die Dynamiken der ''Zukunft der Arbeit'' im Rahmen unseres
fortgesetzten Mandats zu erkunden."

Yanguo LIU, Direktor des ITCILO

"Für unser Wachstum und unsere Entwicklung ist es unumgänglich, dass wir
Innovationen vorantreiben und unterstützen und unser Land zu einem attraktiven
und wettbewerbsfähigen Standort im Bereich neuer Technologien machen. In Turin
erleben wir heute, wie sich ein wichtiger Meilenstein, den viele Städte mithilfe
von Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor gerade
erreichen, auswirkt. Wir arbeiten in der Regierung hart daran sicherzustellen,
dass neue Technologien als echte Hilfe für unsere Bürgerinnen und Bürger genutzt
werden können. Und ich bin mir sicher, dass dieser Moment immer näher rückt."

Paola PISANO, Ministerin für Technologische Innovation und Digitalisierung

"Wir werden den Olli, den selbstfahrenden Shuttle, der heute seinen Betrieb
aufnimmt, auf den Wegen des Campus der Vereinten Nationen in Turin fahren sehen.
Und das stellt für Turin einen neuen Erfolg dar, weil die Stadt - auch dank der
Zusammenarbeit zwischen den öffentliche Einrichtungen, den Universitäten und der
Wirtschaft - die Voraussetzungen geschaffen hat, mit denen sie sich selbst zum
urbanen Labor für das Testen von technologisch innovativen Lösungen gemacht hat.
Dieser Start ist für Unternehmen äußerst attraktiv, die sich für soziale Belange
einsetzen und hier insbesondere für einen Aspekt, der nie unterschätzt werden
sollte: die besondere Aufmerksamkeit für die Umweltverträglichkeit."

Chiara APPENDINO, Bürgermeisterin von Turin

"Für die Mobilität der Zukunft ist ein Paradigmenwechsel unumgänglich, und das
geht weit über die Technologie hinaus. Es geht um den Einfluss auf die
Umweltverträglichkeit und um die Auswirkung auf die Bürgerinnen und Bürger, um
neue Dienstleistungen mit einem zusätzlichen Wert - wie etwa neue
Versicherungsmodelle - neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Innovations- und
Umweltpartnern, neue Produktionssysteme, wie die Additive Fertigung und
3D-Druck, und es geht darum, neue Fertigkeiten zu erwerben und neue Berufsbilder
zu entwickeln. Wir sind insbesondere auf den systematischen Ansatz dieser Idee,
die hinter dem Versuch steht, stolz. Unsere Innovationsstrategie ''Turin City
Lab'' kann dabei nur den Anstoß geben, um mit internationalen Projekten wie
diesem zu wachsen, damit unsere Stadt ein fruchtbarer und attraktiver Ort oder
eben Stadt für Ideen, Innovationen und Investitionen für die Beteiligten vor Ort
und von Außerhalb werden kann. Herzlich willkommen in Turin, Olli."

Marco PIRONTI, Stadtrat für Innovationen der Stadtverwaltung von Turin

"Als Universität Turin sind wir Partner und Unterstützer beim Start des Versuchs
mit dem Olli auf dem Gelände des ITC-ILO in Turin. Wir sind daran beteiligt,
weil wir der Forschung über interdisziplinäre Innovationszentren, wie dem ICxT,
Priorität einräumen. Dabei handelt es sich um Zentren, die sich auf hochgradig
interdisziplinäre Themen konzentrieren, wie beispielsweise Künstliche
Intelligenz, Nutzerfreundlichkeit und Mobilität der Zukunft. Aus diesem Grund
sind wir sehr stolz, eine neue Studie aufsetzen und Forschungsmöglichkeiten für
Lehrende wie für Studierende, die am Olli-Projekt ausgebildet und darin
eingebunden werden sollen, schaffen zu können. Forschung ist der Motor der Uni
Turin und sie ist, für unsere Universität, eng mit der Qualität der Lehre
verbunden." Stefano GEUNA, Rektor der Universität Turin

"Local Motors freut sich darüber, dass der erste Einsatz des Olli in der EU auf
dem Campus des ITC-ILO in Turin zustande kommt. Das ITC glaubt wie wir fest an
Werte wie Gleichheit und Inklusivität", sagte Vikrant Aggarwal, Präsident von
Local Motors. "Diese Partnerschaft birgt die Chance, für jene ein besseres
Mobilitätserlebnis zu schaffen, die sich für die Förderung von sozialer
Gerechtigkeit einsetzen, und wir sind zuversichtlich, dass sich in der
Zusammenarbeit mit dem ITC-ILO die Vorteile einer inklusiven Mobilität zeigen
werden. Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit gemeinsam fortzusetzen, um in
Turin, in ganz Italien und überall in Europa den Zugang zu Mobilität zu
verbessern."

Vikrant AGGARWAL, Präsident von Local Motors

"Wir sind stolz auf den Beitrag, den wir für ein innovatives Projekt für Italien
leisten dürfen, für ein Projekt, das einen Versuch mit Fahrzeugen für den
Stadtverkehr, die zudem noch autonom fahren können und die Umwelt, dank ihres
elektrischen Antriebs, nur wenig belasten, unterstützt. Die Vorzeichen bei der
Mobilität verändern sich gerade mit einer zunehmend größeren Geschwindigkeit und
wir bei der Reale Group gehörten zu den Ersten in Italien, die sich für
technologiebezogenen Versicherungsfragen im Zusammenhang mit dem große Thema
selbstfahrende Fahrzeuge interessiert haben. Reale Mutua spielt im Rahmen der
Initiative eine Doppelrolle: als einer der Hauptgeldgeber, und hier konkret bei
der Unterstützung der Entwicklung und bei der Verbreitung dieser neuen
Technologie, und als einer der Versicherer, der eine Haftpflichtversicherung
anbietet, mit der potenzielle Schäden abgedeckt sind, die durch die Fahrzeug
während ihres Einsatzes auf dem Gelände verursacht werden."

Luigi LANA, Präsident von Reale Mutua

"Iren war schon immer an innovativen Projekten interessiert, die für die Region
einen Mehrwert schaffen können und einen Beitrag zur Verbesserung der
Dienstleistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger leisten. Die Beschäftigung mit
dem Thema elektrische Mobilität, was in Teilen auch Innovationen wie
selbstfahrende Autos einschließt, liegt im ureigensten Interesse unseres
Konzern. Mit unserem Geschäftsbereich IrenGo engagieren wir uns in der
E-Mobilität. In den letzten Monaten haben wir verschiedene nachhaltige
Mobilitätsprojekte in den Gebieten aufgebaut, in denen wir aktiv sind, wobei wir
stets auf die Umweltqualität unserer Städte und in der Folge natürlich auf die
Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger geachtet haben."

Renato BOERO, Präsident von IREN

"Für CIRFOOD sind Nachhaltigkeit und Innovationen von grundlegender Bedeutung,
weil wir davon überzeugt sind, dass diese beiden Bereiche fundamentale
Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg eines Unternehmen sind. Wir
investieren jedes Jahr in Projekte, um die Kultur des Essens zu fördern, Abfall
zu vermeiden und den ökologischen Fußabdruck, den wir auf unserem Planeten
hinterlassen, zu verkleinern; außerdem wollen wir den Beitrag, den unsere
Mitarbeiter leisten, verbessern, indem wir bewährte Methoden für mehr und mehr
Nachhaltigkeit im Alltag und in der Zukunft fördern, die auch im Einklang mit
den Zielen der UN-Agenda 2030 stehen, die wir für unser Unternehmen als
Referenzpunkt gewählt haben."

Chiara NASI, Präsident von Cirfood

"''Die Zukunft ist jetzt!'' Gerade weil es den Wunsch gibt, jetzt tätig zu werden,
passt die Inbetriebnahme des Olli genau zu dem Innovationsweg, den wir
eingeschlagen haben und den unser Unternehmen schon seit zehn Jahren verfolgt.
Technologische Entwicklung, Digitalisierung und Berücksichtigung der
Auswirkungen auf die Umwelt sind allesamt Aspekte, die einen wichtigen Platz in
unserer Unternehmenskultur haben und die uns in die Zukunft führen werden. Wir
können auf 90 Jahre an Erfahrung zurückblicken und wir wollen auch in den vor
uns liegenden Jahren, wenn autonomes Fahren unseren Sektor radikal verändern
wird, weiterhin an der Spitze stehen. Darum wollen wir auch eine aktive Rolle
bei diesem Projekt spielen, und zwar von Anfang an: Die Zukunft ist jetzt und
wir sind dabei."

Giovanni BIANCO, Manager bei Autolinee Nuova Benese

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