3sat-Wirtschaftsmagazin "makro"über intelligente Verkehrskonzepte (FOTO)

11.06.2019 - 14:12 | 1728162


Artikel von 3sat



(ots) -
Erstausstrahlung
Freitag, 14. Juni 2019, 21.00 Uhr

Verkehrsstaus belasten die Umwelt, kosten wertvolle Arbeitszeit
und verlangsamen Lieferketten. Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro:
Verkehrskollaps" fragt am Freitag, 14. Juni 2019, 21.00 Uhr, wie ein
Ausweg aus dem Dauerstau aussehen kann und sucht nach intelligenten
Lösungen. "makro" geht unter anderem der Frage nach, wie das Angebot
des öffentlichen Nahverkehrs und der Bahn aussehen muss, damit die
Deutschen ihr Auto stehen lassen. Es moderiert Eva Schmidt.

Die "makro"-Autoren zeigen, was die Metropolen dieser Welt machen,
um den Pkw-Verkehr einzudämmen: New York hat gerade eine City-Maut
beschlossen, London hat schon eine und die kostet bis zu 28 Euro pro
Tag. In Peking ist tageweise jedes zweite Auto von Fahrverboten
betroffen. In Helsinki gibt es eine App und ein Ticket für Bus, Bahn,
Leihrad und Taxi. Die Bürgermeisterin von Paris will die Innenstadt
zur Fußgängerzone umwandeln. Und in Madrid werden die Autospuren
zugunsten des Radverkehrs geteilt.

In Deutschland fahren viele Pendler aus dem Umland mit dem Auto in
die Innenstadt. Das Auto stehen zu lassen und Bus oder Bahn zu
nehmen, hängt oft an der "letzten Meile": Wie komme ich vom Bahnhof
weiter? Pendler in den Nahverkehr zu bekommen, ist die Crux.
Kostenloser Nahverkehr ist ein Vorschlag, der immer wieder zur
Diskussion steht. Die Stadt Templin in Brandenburg hatte von 1998 bis
2003 kostenlosen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung
gestellt. Finanziert wurde er durch eine höhere Kurtaxe und
Sponsoren. Die Stadt erlebte einen regelrechten Run auf die Busse. In
Berlin konkretisieren sich die Pläne für einen kostenlosen ÖPNV.
Viele ohnehin schon klamme Kommunen sträuben sich allerdings mit
Händen und Füßen gegen diese Idee.

In Metropolregionen wie Rhein-Main oder dem Ruhrgebiet sind die


verschiedenen Tarifverbünde ein Problem. Ein Job-Ticket aus Hessen
gilt in der Regel nicht jenseits der Landesgrenze, obwohl viele
Hessinnen und Hessen zum Beispiel in Rheinland Pfalz arbeiten und
umgekehrt. Die Mainzer IHK fordert eine Art "Oyster Card" wie in
London, die auch für den Greater-London-Bezirk gilt.

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