«Digital Ageing»: Neue GDI-Studie erschienen

23.10.2015 - 07:00 | 1279466


Artikel von Gottlieb Duttweiler Institute GDI



(ots) - Altern, sagt die Wissenschaft, ist der Übergang
vom Wachstum der menschlichen Fähigkeiten zu deren Bewahrung. Doch
diese Definition wird gerade herausgefordert. Erstens gestalten
überaus gesunde und aktive Babyboomer das Pensionsalter völlig neu.
Zweitens investiert das Silicon Valley in Technologien, die das
biologische Altern hinauszögern sollen - oder gar ganz abschaffen.

Wie die PensionärInnen von morgen leben werden, untersucht die
neue, im Auftrag von Swiss Life erstellte GDI-Studie «Digital Ageing:
Unterwegs in die alterslose Gesellschaft».

Mögliche Zukunftsmodelle des Alters lotet sie anhand von zwei
Faktoren aus: ob erstens ein Mensch eher um Bewahrung oder Wachstum
seiner Fähigkeiten besorgt ist - und zweitens wie offen er gegenüber
neuen Technologien ist. Daraus resultieren vier Szenarien:

1. Conservative Ageing: Die «klassischen» Alternden. Sie wollen
ihre Fähigkeiten bewahren und nutzen keine neuen Technologien. Sie
werden alt, sind unflexibel und lassen kaum Innovationen zu,
übernehmen aber wichtige soziale Aufgaben wie die Enkelbetreuung.

2. Rebel Ageing: Die Durchstarter. Sie nutzen neue Technologien,
um in der analogen Welt mehr zu erleben. Sie investieren ihre Energie
in unternehmerische und gemeinnützige Aktivitäten.

3. Predictive Ageing: Die Bewahrenden. Sie nutzen Technologien für
ihre Gesundheit und messen genetische Prädispositionen für Prognosen
und Empfehlungen. Ihr Fokus auf das körperliche Wohlergehen
vermindert ihre Solidarität gegenüber Leuten, die weniger gesund
leben.

4. Ageless Ageing: Die Progressiven. Sie erhoffen sich von der
Technologie die Überwindung biologischer Grenzen wie Krankheit und
Tod. Das bringt völlig neue Herausforderungen: für den Einzelnen die
Sinnsuche im ewigen Leben, für die Gesellschaft die Wachstumsgrenzen


ihrer selbst.

Welches Szenario dereinst dominiert, ist unklar. Klar ist einzig:
Die Zukunft des Lebens im Alter wird sich zwischen diesen vier
Eckpunkten abspielen.

Die Studie ist als kostenloser Download erhältlich:
http://gdi.ch/langesleben



Pressekontakt:
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Alain Egli, Head Communications
alain.egli(at)gdi.ch
+41 44 724 62 78

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