Anbieter interaktiver Marketing-Services rät Unternehmen, sich auf Gesetz vorzubereiten /
Fünf Top Tipps für Marketing-Verantwortliche
Neu-Isenburg. Durch die Mitte Dezember in Kraft getretene europäische E-Privacy-Direktive könnten sich große Teile des Online-Geschäfts aus Europa in die USA verlagern. Hiervor warnt jetzt Acxiom, Anbieter weltweiter Marketing-Dienstleistungen. Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union hatten die Änderungen der Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation – E-Privacy-Richtlinie – im November 2009 beschlossen. Die Neufassung erfordert auch Anpassungen des deutschen Gesetzes.
Die Direktive behandelt den Schutz persönlicher Daten sowie der Privatsphäre in elektronischen Kommunikationsnetzwerken. Sie verpflichtet Auftragnehmer erstmals zur Information über Datenpannen. Eine weitere Neuerung: Cookies oder Spyware sollen künftig nicht mehr ohne Zustimmung des Internetnutzers auf dessen PC installiert werden dürfen. Dies bedeutet auch: Speichern Marketing-Experten Cookies und rufen diese ab, um gezieltere sowie personalisierte Werbekampagnen zu fahren, müssten Kunden hierzu ab sofort ihre Zustimmung geben. Ziel ist eine bessere Transparenz der Online-Marketing- Aktivitäten in Europa. EU-Mitgliedsstaaten müssen die Direktive bis Mai 2011 in nationales Recht überführen. Dr. Sachiko Scheuing, European Privacy Officer bei Acxiom, führt aus: „Die meisten Marketing Manager wissen bislang nicht, was die neue Richtlinie für sie und ihre Arbeit eigentlich bedeutet: Sie sind auf ein Gesetz nicht ausreichend vorbereitet.“
Scheuing weiter: „Die Ziele der E-Privacy-Richtlinie sind zwar lobenswert. Doch es ist höchst unwahrscheinlich, dass sich Konsumenten aktiv und ausdrücklich für Cookies entscheiden werden. In der Realität bedeutet dieser Zusatz der Direktive: Publisher, Werbenetzwerke, Werber und andere Unternehmen, die von Online-Werbung leben, werden sehr wahrscheinlich das Nachsehen haben. Da das Gesetz gezielte
Werbeaktionen verbietet, werden ihre Umsätze drastisch einbrechen.“ Dies minimiere Click- Through-Raten, was wiederum werbewillige Unternehmen dazu veranlasse, sich anderweitig nach besseren und gewinnträchtigeren Möglichkeiten umzusehen.
Scheuing resümiert: „Es besteht eine reelle Gefahr, dass aufgrund einer Gesetzesänderung mehr und mehr Unternehmen Europa den Rücken kehren und stattdessen in die USA oder nach Asien gehen würden. Eine Alternative wäre, Kunden für das Abo einer Seite zahlen zu lassen, die sonst umsonst wäre.“ Im Moment dächten viele Marketing-Verantwortliche vielleicht noch, dass die Direktive für sie weit weg sei: „Doch die Richtlinie kann bald Gesetz werden und das Online-Geschäft innerhalb der kommenden 18 Monate umkrempeln.“ Entscheidungsträger und Branchenverbände müssten daher das Bewusstsein für bevorstehende Herausforderungen erhöhen und zugleich Unternehmen unterstützen.
Aus diesem Grund hat Acxiom die folgenden fünf Tipps zusammengestellt. Sie helfen Online-Marketing-Verantwortlichen, sich auf mögliche Änderungen durch die E-Privacy- Richtlinie vorzubereiten:
1.Engagement beim lokalen Marketing-Verband: Egal, ob britische Direct Marketing Association (DMA) oder Deutscher Dialogmarketing Verband (DDV): Wer mithilft, die Debatte um die Direktive mitzugestalten, hebt so auch den Bekanntheitsgrad für alle, die mit Marketing zu tun haben. 2.Die Richtlinie ist noch nicht Gesetz: Auch wenn die Direktive Elemente enthält, die demnächst verpflichtend sein werden, bleiben manche Bereiche optional.
3.Keine Panik! Auch wenn einige Vorschläge dramatisch klingen, gibt es wichtige Details, die nicht übersehen werden sollten. Ein Beispiel: Die Cookie-Settings eines Webbrowsers zuzulassen oder zu deaktivieren kann entweder eine Zustimmung oder Ablehnung von Marketingaktionen bedeuten. Eine einzige Einstellung könnte daher alle Prozesse freigeben. 4.Der Kunde ist König: Jeder einzelne Kunde darf und soll seine eigenen Entscheidungen treffen. Daher sollten auch Konsumenten über mögliche Änderungen informiert werden und was diese für sie bedeuten. 5.Die Direktive erlaubt Handlungsspielraum. Formulierungen der Richtlinie fallen an einigen Stellen recht vage aus. Dies bietet Interpretationsfreiraum unter Entscheidungsträgern in verschiedenen Märkten.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über Acxiom
Acxiom ist weltweit führend im Datenmanagement und bietet Lösungen zur Optimierung der
wichtigsten Marketing- und Vertriebsaktivitäten von Unternehmen der unterschiedlichsten
Branchen. Mit der Unterstützung von Acxiom festigen die erfolgreichsten Unternehmen
weltweit die Beziehung zu ihren bestehenden Kunden und akquirieren neue profitable
Kunden. Acxiom unterstützt Unternehmen dabei, Umsatz zu steigern, Kosten zu reduzieren,
Risiken zu minimieren und das Unternehmensergebnis messbar zu verbessern. Als weltweit
führendes Unternehmen in der Bereitstellung interaktiver Marketingdienstleistungen verbindet
Acxiom Unternehmen mit ihren Kunden, bietet ihnen fundierte Kundeneinsichten und
unterstützt effektive und profitable Marketingkampagnen sowie Geschäftsentscheidungen.
Der konsultative Ansatz des Unternehmens verbindet zahlreiche Industrien und Branchen.
Acxiom verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen in den Bereichen Kundendaten sowie
Analyse, Informationstechnologie, Datenintegration sowie Consulting-Lösungen für ein
effizientes Cross-Channel-Marketing– sei es digital, über das Internet, als E-Mail, mobil oder
via Direct Mailing. Acxiom wurde 1969 gegründet. Die Acxiom Corporation (Nasdaq: ACXM) mit
Sitz in Little Rock, USA, beschäftigt weltweit über 7.000 Mitarbeiter mit Standorten in den
USA, Asien, Australien und Europa (Deutschland, England, Frankreich, Niederlande, Polen,
Portugal). Weitere Informationen unter: www.acxiom.com
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